Hamburg: Vier Jahreszeiten auf Karlshöhe

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Hier dreht sich alles um den Natur- und Klimaschutz. Per Telefon erklären Vögel ihre Lebensgewohnheiten Fotos: Busse
 

25 Jahre Umweltzentrum: Was die Naturausstellung zeigt

Hamburg. Bei Lasse stehen sie alle Schlange, der kleine Fledermaus-Mann ist bei den balzenden Damen seiner Art heißbegehrt. Daneben befiehlt der Admiral, Chef im Clan der gleichnamigen Schmetterlinge, seinen Angehörigen den
2.000 Kilometer langen Flug gen Süden – „eine uralte Familientradition, die das Überleben sichert.“ Wer meckert, kriegt ordentlich was auf die Ohren. Genauso wie die Besucher der Ausstellung in der historischen Scheune auf Gut Karlshöhe, das in diesem Jahr 25. Geburtstag feiert: In dem sanierten Gebäude des Hamburger Umweltzentrums findet sich auf 500 Quadratmetern die interaktive Natur- und Klimaschutzausstellung „Jahreszeit Hamburg“, die zu einer außergewöhnlichen Reise durch das Jahr einlädt. Gleich zum Einstieg kann man bei den tierischen Touristen wie Fledermaus, Schmetterling und Storch anrufen und sich per Telefon erzählen lassen, wie sie das Jahr verbringen. Oder man horcht zur Abwechslung einmal in einen der typisch roten Hamburger Papierkörbe hinein und sucht auf dem riesigen, begehbaren Luftbild sein Zuhause, während „Hamburg, mein Perle“ aus dem kleinen Kiosk tönt.
Rund 50 Mitmach-Stationen und vieles mehr laden in der Ausstellung zum Erleben und Entdecken von Natur, Energie und Klima im Wandel der Jahreszeiten ein. Unzählige, liebevoll inszenierte Gestaltungsdetails sorgen für eine besondere Atmosphäre und bergen immer wieder neue Überraschungen. Im Frühling geht es, beschirmt von meterhohen Gänseblümchen und Löwenzahn, zum Bohnen-Zickzack und mit Kleeblättern fängt man Sonnenstrahlen ein. Ein Geheimgang führt, begleitet von Trollen, in die nächste Jahreszeit oder per Kletterpartie geht es durch einen Schmetterlingskokon und über eine Hängebrücke Richtung Strand. Dort kann man entspannt im Liegestuhl auf dem Tablet-PC seinen Energie-Typ ermitteln oder beim Bienenquiz mitraten. Bewegung, Entdecken, Wissen – auf dem abwechslungsreichen Rundgang für kleine und große Besucher ist alles dabei. „Ich finde die Ausstellung echt cool“, so die Zwischenbilanz von Marla (10), die im bunten Herbstwald die Windräder in Bewegung setzt und schmunzelnd verfolgt, wie aus den Produkten des kleinen Männchens im Toilettenhäuschen neue Energie gewonnen wird. „Das ist witzig gemacht“, findet sie, bevor es weitergeht in den Winter mit klirrender Kälte. Hier trotzt Freddy, der Frosch, den eisigen Temperaturen auf seine Art und Weise, während der Admiral und seine große Familie einmal wieder den langen Flug ans warme Mittelmeer hinter sich gebracht haben.
Nach dem Rundgang durch die Jahreszeiten setzt ein visionärer Blick in die Zukunft den Schlusspunkt: Via Monitor erzählen drei ganz unterschiedliche junge Leute von ihrem persönlichen Leben in Hamburg im Jahre 2100.
Die Jahreszeiten-Ausstellung hat Dienstag bis Sonntag von 11-18 Uhr geöffnet (für angemeldete Gruppen bereits ab 9 Uhr). Der Eintritt kostet für Erwachsene 4,50 Euro, für Kinder (5-15 Jahre) 2,50 Euro, für Studierende und Rentner 3,50 Euro. Weitere Informationen unter: gut-karlshöhe.de(cb)

„Hühnerparade“ auf Gut Karlshöhe
Fantasievolle Skulpturen und Bilder auf dem Marktstand der Ausstellung „Jahreszeit Hamburg“: Ob mit Sonnenbrille und legerem Schal, gehüllt in bunte Daunen mit Kulleraugen oder in gestreiftem Design – 19 bunte Hühner bieten neue Perspektiven auf das liebe Federvieh.
Für ihre Werke haben die „KreaTiefen“, eine Projektgruppe der Sozialpsychiatrie des Rauhen Hauses, Draht gebogen, Stoffreste vernäht, Knöpfe, Perlen und Naturmaterialien eingesetzt und die Farbpinsel geschwungen.
Die Sonderausstellung ist bis Ende Juli im Rahmen der Ausstellung „Jahreszeit Hamburg“ zu sehen.(cb)
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