Hamburg: Was wird aus dem „HdJ“?

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Die HdJ-Praktikantinen Nadine (20), Julia (25) und Kimberly (22) (v.l.)
 
Einrichtungsleiterin Simone Bock im Theatersaal des HdJ Fotos: ms

Jugendeinrichtung feiert am 27. Juni Jubiläum – und diskutiert die Zukunft

Von Mathias Sichting
Hamburg. Das Haus der Jugend in Steilshoop (HdJ) feiert am 27. Juni mit einem Tag der offenen Tür 40. Geburtstag. Eigentlich begeht das größte Hamburger Jugendhaus in diesem Jahr sogar sein 41. Jubiläum. Im vergangenen Jahr war jedoch keine Zeit für Feierlichkeiten. Deshalb soll 2014 umso intensiver gefeiert werden.
Doch die Feier hat einen Beigeschmack: Es könnte der letzte Geburtstag der Einrichtung am Gropiusring 43 sein. Der Komplex mit Berufsbildender Schule und Schule am See soll 2015 abgerissen werden und dem Campus Steilshoop weichen. Für das Wochenblatt Grund, die Einrichtung zu besuchen und in die Zukunft des Hauses und der Jugendarbeit in Steilshoop zu blicken. „Das HdJ Steilshoop ist eine familienergänzende Einrichtung. Unser Auftrag ist es, Kinder und Jugendliche bei aktiver und sozial sinnvoller Freizeitgestaltung zu fördern“, erläutert Simone Bock, Leiterin der Einrichtung.
Die Jugendarbeit ist in Schwerpunktbereiche gegliedert: Sport, Medien, und die offene Arbeit mit den Jugendlichen, sind thematische Säulen des Hauses. Der große Tresen im Clubraum ist das Herz des Jugendtreffs. Hier kommen die Jugendlichen zusammen. Man kennt und respektiert sich. „Täglich nutzen 250 Jugendliche zwischen 8 und 18 Jahren unsere Angebote. Dazu kommen die Teilnehmer der verschiedenen Gruppen und die Schüler des angrenzenden Bildungszentrums. In Steilshoop wohnen 30 Nationen, darunter viele Mitbürger aus der Türkei, Afghanistan, Iran, dem ehemaligen Jugoslawien, Vietnam, Russland und Polen“, weiß Simone Bock. „Wir vereinen alle unter einem Dach.“
Als besondere Angebote werden den Jugendlichen, neben dem offenen Bereich mit Internettreff, Billard, Kicker und Tischtennis, beispielsweise eine Segelgruppe, eine Moto-Cross-Gruppe und ein Tonstudio zur Verfügung gestellt. „Unser großer Pluspunkt ist die Lage am Bildungszentrum. Die Schüler können ihren Frust über negative Erlebnisse in der Schule loswerden“, so die Leiterin.

Jugendliche engagieren sich im HdJ

Jugendarbeit wurde erstmals 1972 in Steilshoop betrieben. Ab 1973 gab es ein HdJ in dem neu errichteten Stadtteil. Seit mehr als 40 Jahren ist es Mitten im Zentrum für die Jugendlichen da. Das soll gefeiert werden: Am 27. Juni wartet ein vielseitiges Programm auf die Besucher. „Theateraufführungen auf der zu beiden Seiten offenen Bühne im Bildungszentrum bilden den Höhepunkt. Hier wird das Beste aus 20 Jahren Theater in Steilshoop zu sehen sein“, freut sich die Sozialpädagogin. „Das Tolle an unseren Angeboten ist, dass die Jugendlichen sich selbst engagieren. Ohne dieses Einbringen wäre vieles gar nicht möglich. Die Jugendlichen bieten von sich aus Gruppen an.“ Damit könnte bald Schluss sein. 2015 soll das Bildungszentrum abgerissen werden. Es weicht dem Campus Steilshoop. „Das Haus der Jugend muss voraussichtlich im ersten Halbjahr 2015 ausziehen. Pläne für einen Neubau wurden in einem Wettbewerb ausgeschrieben, werden jedoch noch bearbeitet“, weiß Daniel Stricker, Sprecher der zuständigen Finanzbehörde. Wie es genau weitergehen soll, wird auch während der Eröffnung am Tag der offenen Tür am 27. Juni diskutiert. Ein für alle Beteiligten interessanter Termin.

Ab 12.30 Uhr geöffnet 13 Uhr offene Worte zur Zukunft und Perspektive des HdJ Steilshoop aus Politik und dem Stadtteil, Imbiss 15 Uhr offenes Fußballturnier, Präsentationen der HdJ-Gruppen 17 Uhr Bands auf der offenen Bühne
im Clubraum Theatersaal im Bildungszentrum: Ein Rückblick auf 20 Jahre Theater in Steilshoop, Haus der Jugend Steilshoop, Gropiusring 43, Weitere Infos auf
hdj-steilshoop.de://www.hdj-steilshoop.de">hdj-steilshoop.de
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