Hamburg: Wo Eltern noch was lernen

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Kyra Ritter (links) und Angela Jaeger in den Räumen der Elternschule Steilshoop Foto: Sichting

Seit 40 Jahren bietet die Elternschule Steilshoop Beratung in allen Lebenslagen

Hamburg. Patchworkfamilien, Bindungsprobleme nach der Schwangerschaft oder schlechte Noten in der Schule. Die Schwierigkeiten, denen sich Elternschulen annehmen, gehören zur unverzichtbaren Familien- und Sozialarbeit im Stadtteil. Sie beraten Eltern über viele Jahre hinweg als Anlauf- und Beratungsstelle und lösen Familienprobleme, bevor sie entstehen.
Sind Elternschulen zu unbekannt? Wie viele Eltern nutzen das kommunale Angebot? Das Wochenblatt hat die Elternschule Steilshoop zum 40. Jubiläum besucht.
Dabei ist der Name der Einrichtung etwas verwirrend, denn in Schulen wird Lernstoff gebüffelt. „Wir wollen niemanden wieder auf die Schulbank schicken. Was wir möchten, ist, den Eltern Hilfestellung, Spaß und Beratung zu bieten“, erklärt Kyra Ritter. Die 57-Jährige ist Leiterin der Elternschule Steilshoop. Sie teilt sich die Stelle mit Angela Jaeger. Die beiden planen das Kursangebot und stehen für Beratungen zur Verfügung. Im Sommer beging das Team gemeinsam mit 200 Eltern aus Steilshoop und Umgebung den 40. Geburtstag der Einrichtung und den 20. Geburtstag des angegliederten Elternvereins- ein lebendiges Sommerfest mit Kulturmeile und Spielangeboten wurde gefeiert. „Die Resonanz unserer Geburtstagsfeier war riesig. Das zeigt, wie gut vernetzt wir im Stadtteil sind“, so Angela Jaeger zufrieden. Seit 1974 versucht die Elternschule junge Eltern in ihrer Erziehungskompetenz zu stärken, sie zu begleiten und die Bindung zu ihrem Neugeborenen zu fördern. Das offene Haus unterstützt Familien als Anlaufstelle und sorgt auch mit Angeboten speziell für Eltern für Entspannung in der für junge Familien so neuen und manchmal schwierigen Zeit. „Wir sind Ort für ein gesteigertes Mein-Baby-Und-Ich-Gefühl. Die Zeiten ändern sich. Muttis gehen meist schon nach einem Jahr wieder arbeiten. Da bleibt manchmal nicht genügend Zeit, die wichtige und tiefe Bindung zwischen Mutter und Kind zu schaffen. Diese Bindung zu fördern, ist unsere große Hauptaufgabe“, weiß Angela Jaeger. „30 Honorarkräfte betreuen das feste Kursangebot. Auf unseren etwa 250 Quadratmetern herrscht eine nette Atmosphäre, in der sich die Besucher wohlfühlen. Die Eltern sollen gerne hierher kommen“, so Kyra Ritter. Und das machen sie. Die Kurse sind gut besucht.
Das Angebot der Elternschule ist groß. Neben dem Babyclub (immer montags, 9.30 bis 11 Uhr, noch bis 8. Dezember) gibt es unter anderem Angebote, wie den offenen Kinderclub, das Babyturnen oder die Gedichte für Wichte-Gruppe. Es gibt aber nicht nur diese festen Treffpunkte. Das Team der Elternschule versucht, auch Freizeitangebote für die Eltern zu organisieren. „Sehr gut angenommen werden unsere Rückbildungsgymnastikkurse und Kooperationsprojekte mit Familienhebammen. Aber auch das gesunde Kochen kommt bei den Eltern super an“, so Jaeger zufrieden. Zusätzlich arbeiten externe Partner in den Räumen der Elternschule: „Gemeinsam mit dem Träger Nordlicht unterhalten wir einen Familienservice. Der bietet an vier Tagen offene Sprechzeiten“, so Kyra Ritter. Zu den Sprechstunden am Dienstag zwischen 10 und 12 Uhr sowie am Donnerstag von 16 bis 18 Uhr sind die Leiterinnen immer für Fragen und eine kostenlose Erstberatung telefonisch oder vor Ort erreichbar. (ms)
Elternschule, Gropiusring 43, Tel.: 428 980 600, elternschule-steilshoop.de
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