Hamburg: „Wölkchen“ aus Stein im Garten

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Bernd Maue vor seinem Lieblingsexponat, den beweglichen „Wölkchen“ (Stein und Stahl) Fotos: Dombert

Bernd Maue fertigte über 80 weitere Skulpturen. Für den Granit fährt er durch halb Europa

Hamburg. Die größten Schätze findet man dort, wo man sie nicht vermutet. So wie bei Bernd Maue aus der Fuhlsbüttler Straße. Eben steht man noch in einem Wohngebiet und schon taucht man ab in die vielleicht größte Open Air-Ausstellung Barmbeks. Denn im Garten (und auch in der Wohnung) von Bernd Maue stehen mehr als 80 Skulpturen und Exponate aus den unterschiedlichsten Gesteinen, aus Stahl, Holz und sogar Torf. Nach seinem Berufsleben als Kfz-Schlosser und Maschinenbauer war es Bernd Maue im Ruhestand zu langweilig. „Ich habe schon früher im Garten gern gebaut, alles mögliche für die Kinder. Aber nie für mich selbst. Irgendwann dachte ich: Das holst Du jetzt nach.“ Als Betriebshandwerker lag es nahe, mit dem Werkstoff Metall zu beginnen, das kiloweise in seiner Schrottkiste lag. Im Laufe der Zeit entwickelte sich der Naturstein zum Lieblingswerkstoff. „Irgendwie bin ich mal zum Arbeiten mit Ton gekommen und habe gemerkt – das ist auch was für mich.“

Mit VW-Bulli nach Ungarn

Doch Tonmineralien wurden ihm schnell zu leicht, sodass Maue zum Naturstein wechselte, seiner heutigen Passion. Zahlreiche Seminare halfen dem Autodidakten dabei, seinen persönlichen Stil zu finden. Maue bevorzugt bewegliche, sogenannte „kinetische Skulpturen“, die meist eine Art Bewegung andeuten.
Portugal, Belgien und Ungarn – für die Beschaffung seiner Materialien ist Bernd Maue kein Weg zu weit. Mit seinem VW-Bulli und Anhänger fährt er in die Steinbrüche und besorgt sich das teilweise tonnenschwere Naturmaterial. Manchmal allerdings reicht ein Ausflug zu den Öjendorfer Grabmal-Anbietern, wo er Ausschussware aufkauft. Seine Partnerin, mit der er mittlerweile seit 30 Jahren zusammen ist, begleitet den Reiselustigen dabei gern.
Die Hauptwerkstatt befindet sich in Farmsen, in einem ehemaligen Luftschutzbunker. Hier findet auch der Volkshochschulkurs statt, in dem er seit Jahren – mit vielen anderen Künstlern – seine Werke schleift, flext und hämmert. Diese werden in seinem Haus und Garten ausgestellt – im nördlichen Teil der Fuhlsbüttler Straße.
„Früher habe ich meine Exponate schon mal auf Märkten verkauft. Sie sind aber schnell kopiert und die Preise von billigen Massenproduzenten kaputt gemacht worden“, so Bernd Maue.
Wer Interesse hat, eine seiner zahlreichen Skulpturen zu besichtigen, kann sich gern bei dem sympathischen Künstler melden. Bernd Maue ist erreichbar unter
Tel.: 630 50 32. (sdo)
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