Hamburger Bezirkswahlen: Für mehr Bäume und alle Generationen

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Dennis Paustian-Döscher, Christina Speckner und Oliver Schweim, Platz eins bis drei der Bezirksliste (v.l.n.r.) Fotos: Glitz

Grüne starteten Bezirkswahlkampf in Wandsbek. Susanne Zechendorf zieht sich zurück

Von Rainer Glitz
Hamburg. Typisches Aprilwetter mit heftigen Schauern erwartete die Gäste im Volksdorfer Museumsdorf. Die Wandsbeker Grünen hatten zum ersten Frühlingsempfang geladen, gleichzeitig Auftakt des Bezirkswahlkampfes.
„Es ist die erste eigenständige Wahl zu den Bezirksversammlungen und hat eine hohe Beteiligung verdient“, sagte Spitzenkandidat Dennis Paustian-Döscher. Die Grünen stünden für solide Haushalte und unterstützten die Schuldenbremse. „Auch wenn das nicht immer populär ist“, ergänzte Paustian-Döscher. Er forderte mehr finanzielle Unterstützung für die Bezirke und ein eigenständiges Haushaltsrecht. „Unser Markenkern ist die Bürgerbeteiligung“, so der grüne Spitzenkandidat. Der U-Bahnlinie 5 erteilte er eine klare Absage – die Grünen kämpften weiterhin für die Stadtbahn.

Wahl als Stimmungstest

„Wandsbek braucht Angebote für alle Generationen“, forderte Christina Speckner, die Nummer zwei auf der grünen Bezirksliste. Jugendzentren, Seniorentreffs und Eltern-Kind-Zentren müssten gleichermaßen erhalten werden. Die Barrierefreiheit solle weiter ausgebaut werden. Wichtig für das grüne Stadtbild ist laut Speckner die Neupflanzung von Bäumen. Denn derzeit würden mehr Bäume gefällt als gepflanzt. „Der 25. Mai ist ein wichtiger Tag, denn in den Bezirken werden zentrale Fragen vor Ort entschieden“, sagte Katharina Fegebank, die grüne Landesvorsitzende. Die Wahl sei auch ein Stimmungstest für die Bürgerschaftswahl 2015.
Vier der bisher sieben grünen Wandsbeker Bezirks-Abgeordneten werden im Mai übrigens nicht wieder antreten. Darunter ist auch Susanne Zechendorf, die sich nach zehn Jahren aus der aktiven Politik verabschiedete. „Es hat trotz der Anstrengung viel Spaß gemacht, aber ich muss mit meinen Kräften haushalten“, so die bisherige Fraktionsvorsitzende. Sie wolle erst einmal ihren Akku wieder aufladen, die Familie stehe im Mittelpunkt, sagte Zechendorf. Als Beraterin, auch bei möglichen Koalitionsverhandlungen nach der Wahl, stehe sie aber zur Verfügung.
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