Hamburger Kulturinsel-Planer werden zu Profis

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Vereinsvorsitzende Britta Burmeister und ein Modell der Kulturinsel (links)Foto: Sichting
Von Mathias Sichting
Hamburg. Seit 2003 engagieren sich die Bramfelder für eine kulturelle Nutzung des Försterhauses neben dem Bramfelder Kulturladen. Die sogenannte Kulturinsel Bramfeld soll in Zukunft zahlreiche große und kleine Vereine und Initiativen unter ihrem Dach vereinen und den Bramfelder Ortskern optisch aufwerten. „Wir bohren dicke Bretter, aber wir bohren stetig weiter“, so Vereinsvorsitzende Britta Burmeister zum aktuellen Stand.
„Derzeit beraten wir über die Professionalisierung des Vereins. Im Juni 2013 hat uns die Bezirksversammlung Wandsbek mit der Firma conneco eine Projektentwicklungsberatung an die Seite gestellt. Im Zuge dessen wurde außerdem eine Lenkungsgruppe ins Leben zu rufen. Diese besteht aus Mitgliedern aller Bezirksversammlungs-Fraktionen, dem Vereinsvorstand der Kulturinsel, conecco und einer Vertreterin des Bezirksamts. Es hat sich also ein Gremium gebildet, dass das Projekt begleitet und kritisch beobachtet. Unsere Arbeit wird momentan also sehr gut voran getrieben“, sagt Burmeister zuversichtlich. „Unseres Erachtens nach schreiten die organisatorischen Vorbereitungen des Vereins gut voran. Jetzt kommt es auf die Verhandlungen unseres Bezirksamtsleiters mit der Landesebene an. Diesen kommt unseres Erachtens nach eine zentrale Rolle zu. Nur über eine nachhaltig tragfähige Miete, die für kulturelle Zwecke sehr deutlich unter einer marktüblichen Miete für gewerbliche Zwecke liegen muss, kann auch die Kulturinsel mit Erfolg aufgebaut verankert werden“, meint Otfried Hilbert von der Steuerungsgruppe.
Voraussichtlich Ende März kommen die 43 Vereinsmitglieder ihrer nächsten Mitgliederversammlung zusammen. „Wir haben als Auflage vom Bezirksamt die Vorgabe bekommen, dass wir uns perspektivisch finanziell selber tragen und weiter professionalisieren müssen. Als nächstes werden wir uns über die möglichen Rechtsformen des Vereins in der Zukunft Gedanken machen. Wir lassen uns dazu juristisch beraten. Auf der Mitgliederversammlung entscheiden wir gemeinsam, wohin wir uns entwickeln wollen.“ Burmeister weiter: „In einem nächsten Schritt wollen wir die Vereinssatzung dementsprechend anpassen. Die Politik soll sehen, dass wir fit sind und dieses Riesenprojekt wuppen können.“ Eine 2010 vorgelegte Machbarkeitsstudie sieht vier Ausbaustufen der Kulturinsel vor. Die Wandsbeker Bezirksversammlung hat als Teil dieser Studie bereits 30.000 Euro für die Projektentwicklung sowie Betriebs- und Finanzierungsplanung bewilligt. „Dieser Betrag wurde gesplittet und in zwei Stufen ausgezahlt. Wenn die Politik mit der Projektentwicklungsplanung einverstanden ist, wird in einem nächsten Schritt die Bauplanung beauftragt. Auf der Grundlage dieser konkreten Architektenplanung können wir in Zukunft weiterarbeiten.“
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