Hamburgs erstes Eltern-Kind-Büro

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Arbeiten und Kinderbetreuung unter einem Dach: Bei „Rockzipfel“ wechseln sich die Eltern in der Kinderbetreuung ab, um sich gegenseitig das Arbeiten zu ermöglichen. Die Initiatorinnen haben bereits Räume in der Lortzingstraße (Bild) mit benachbartem Spielplatz angemietet und freuen sich über weitere Mitstreiter aus ganz Hamburg Foto: Busse

„Rockzipfel“ eröffnet im Juli in Barmbek. Co-Working: Abwechselnd arbeiten und betreuen

Barmbek Karriere und Kinder vereinbaren geht nicht? „Doch, das kann klappen!“, ist Jana Zeitzmann überzeugt. Die 34-Jährige ist die Initiatorin von Hamburgs erstem Eltern-Kind-Büro, das jetzt in Barmbek eröffnet hat.
„Rockzipfel“, so der bezeichnende Name des Selbsthilfe-Vereins, soll eine Brücke zwischen Beruf und Familie schlagen – und richtet sich an Mütter ebenso wie an Väter, die an einem Ort arbeiten wollen, an dem sie gleichzeitig ihr Kind gut betreut wissen. „Viele junge Eltern befinden sich in einer Übergangssituation“, erklärt Zeitzmann. Die Ingenieurin im Erziehungsurlaub hat zwei Kinder und will nach und nach wieder verstärkt beruflich tätig werden, allerdings dabei Sohn Georg, 14 Monate, bei sich behalten. „Der Betreuungsschlüssel in den üblichen Einrichtungen sagt mir nicht zu“, so die Wandsbekerin. Sie wurde hellhörig, als sie von „Rockzipfel“-Büros in Leipzig und Dresden hörte und sie holte das Selbsthilfeprojekt nach Hamburg. Zusammen mit weiteren engagierten Eltern suchte sie nach geeigneten Räumen, in denen sie sich gegenseitig unterstützen können: Während die einen arbeiten, betreuen die anderen die Kinder. Das Modell funktioniert im tageweisen Wechsel. In der Lortzingstraße 14 soll dies möglich sein: Bis zu zwölf Arbeitsplätze sind auf der 162 Quadratmeter großen Etage zu vergeben. Angesprochen sind vor allem Selbstständige, Studierende und Angestellte mit Homeoffice-Option. „Mir fehlt es zu arbeiten – und das unabhängig von den Arbeitszeiten des Vaters“, sagt beispielsweise Claudia Allonas (35), die sich zukünftig neben der Erziehung ihrer zwei kleinen Kinder wieder mehr an ihre Doktorarbeit setzen will. Die viermonatige Inara kann währenddessen im großen Spielzimmer herumkrabbeln oder im Ruheraum ein Nickerchen machen – und wenn es doch nicht ohne Mama geht, ist diese schnell zur Stelle. Gefrühstückt und zu Mittag gegessen wird bei „Rockzipfel“ gemeinsam und zu festen Zeiten. „Ich freue mich auf die Gemeinschaft – für mich und für Levi“, sagt Sarah. Die 35-Jährige aus Altona will sich hier auf ihre Tätigkeit als Yogalehrerin vorbereiten, während ihr Einjähriger mit anderen Kindern spielt. „Je mehr Altersstufen, desto besser“, meint die Mutter, „ dann können sie viel voneinander lernen.“
Wer mitmachen will, beteiligt sich auch an den Miet- und Betriebskosten (am Tag 10 Euro/ im Monat 180 Euro) Wer mehr über das Projekt wissen möchte, erhält Informationen unter www.rockzipfel-hamburg.de. Die Eröffnung ist am 19. Juli, von 14 bis 17 Uhr. (cb)
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