Hoffnung für das „Grüne Haus“?

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Claus-Joachim Dickow (FDP) vor dem „Haus der Hoffnung“: „Hamburg ist in früheren Jahren nicht immer pfleglich mit seinem historischen Erbe umgegangen.

Gemeinsamer Antrag von FDP und SPD könnte Zeit gewinnen

Barmbek. Es ist wieder alles offen. Nachdem das Denkmalschutzamt in der vergangenen Woche es abgelehnt hatte, das grüne Haus an der Hufnerstraße 122, das so genannte „Haus der Hoffnung“, unter Denkmalschutz zu stellen, schien sein Schicksal besiegelt zu sein. Doch das rief Politiker von FDP und SPD auf den Plan, die nun einen Antrag bei ihrem Unterausschuss für Bauprüfangelegenheiten stellten.

„Die Tatsache, dass es sich in diesem Bereich der Straße um das einzig erhaltene Beispiel jener Zeitschicht handelt, wirkt sich hier eher nachteilig auf die Aussagekraft aus“, teilte noch in der vergangenen Woche der Sprecher der Kulturbehörde, Stefan Nowicki, mit. Die Denkmalschutzbehörde hatte es abgelehnt, dass im Jahre 1890 erbaute Wohngebäude als schützenwert einzustufen. Die Vorentscheidung einer Anfrage des Eigentümers beim Bezirksamt Hamburg-Nord, ob eine Bebauung von 24 Wohnungen auf den Grundstücken 120 bis 124 möglich sei, steht derzeit noch aus. Und sie könnte sich verzögern.
Denn FDP und SPD haben beim Unterausschuss für Bauprüfangelegenheiten Barmbek-Uhlenhorst-Hohenfelde-Dulsberg einen gemeinsamen Antrag eingereicht, über den in der kommenden Woche hinter verschlossenen Türen beraten werden soll.
Dabei geht es darum, dass Bezirksamtleiter Harald Rösler aufgefordert werden soll, sich für das Haus beim Denkmalschutzamt stark zu machen.
„Es dürfen nicht leichtfertig Fakten geschaffen werden“
Außerdem soll die Verwaltung ihre Entscheidungen über Abriss- und Baugenehmigungen oder einen Vorbescheid für das Grundstück zurückstellen. Claus-Joachim Dickow, Vorsitzender der FDP-Fraktion in der Bezirksversammlung Hamburg-Nord: „Aus Sicht der FDP-Fraktion muss dieses Erinnerung an die Zeit, in der sich auch der Norden Barmbeks vom Dorf zum Stadtteil wandelte erhalten bleiben. Es dürfen jetzt nicht leichtfertig Fakten geschaffen werden. Hamburg ist in früheren Jahren nicht immer pfleglich mit seinem historischen Erbe umgegangen.
Diesen Fehler sollte die Stadt nicht erneut begehen.“
Sollte dem Antrag von FDP und SPD stattgegeben werden, würde die endgültige Prüfung des Denkmalschutzamtes noch einmal sechs Wochen in Anspruch nehmen. Zeit gewonnen – alles gewonnen? (nk)
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