In 19 Minuten eine Mütze fertig

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Fünf Frauen kämpfen um den Sieg.

Annette Herzog (63) gewinnt Häkel-WM-Vorentscheid in Bramfeld

Bramfeld. Ran ans Garn, hieß es vor kurzem im Maschenwunder an der Bramfelder Chaussee. Im Wollgeschäft von Sylvia Braun fand der lokale Vorentscheid zur Häkel-Weltmeisterschaft am 8. Februar im bayerischen Zirndorf statt.
My Boshi ist Japanisch und heißt übersetzt Mütze. Die Idee zu „My Boshi“-Mützen stammt von Thomas Jaenisch und Felix Rohland, die während ihres Aufenthaltes in Japan zu Häkelnadeln griffen und einen weltweiten Trend für grobmaschige bunte Mützen setzten. WM-Titelverteidigerin ist die Leipzigerin Hai Nguyen, 42. Sie häkelte in 8.25 Minuten eine Mütze. Ziel ist es ein 55 Gramm schweres Wollknäuel so schnell wie möglich in eine mützenähnliche Form zu häkeln.
An der Bramfelder Chaussee treffen fünf Frauen aufeinander. Die Truppe ist bunt gemischt: Ann-Kathrin Zimmermann, 31, häkelt erst seit einem knappen Jahr. Ihre erfahrenen Kontrahentinnen können da schon mehr Geschichten aus ihrer Häkel-Laufbahn erzählen. Annette Herzog ist ein Routinier an der Nadel. Die 63-Jährige hat mit ihren selbstgehäkelten Lappen schon die Kreide von ihrer kleinen Schiefertafel in der Schule gewischt. Sie macht sich Hoffnung auf den Sieg. Dann der Startschuss in Bramfeld: Herzog geht schon nach wenigen Maschen klar in Führung und kann diese weiter ausbauen.
Auch ein Knoten im Knäuel und eine gebrochene Sechser-Nadel können ihr den Sieg nicht mehr streitig machen. Am Ende siegen Erfahrung und Übung. Annette Herzog verhäkelt das Knäuel in nur 19 Minuten und 52 Sekunden – persönliche Bestleistung und Rekord in Bramfeld. (mt)
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