Janina im Kika-Song-Finale

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Janina Franke ist auf dem besten Weg, sich als Songwriterin und Sängerin einen Namen zu machen Foto:bb

Die 18-jährige Barmbekerin hat mit „Daddy“ Erfolg. Sie will Songwriterin werden

Barmbek. Wenn andere Leute sich zum Chillen mit Freunden treffen, um Abstand von Schule und Ausbildung zu gewinnen, arbeitet Janina Franke (18) an ihrer Karriere. In ihrem Barmbeker WG-Zimmer hat sie sich mit Molton und Duschvorhang eine kleine Gesangskabine eingerichtet. Die Titel, die sie auf YouTube veröffentlicht, sind echte Handarbeit: Janina komponiert, verwandelt Gedanken in Songtexte, singt und begleitet sich dabei auf dem Klavier.

„Ich plane nicht,
einen Song
zu schreiben – der
kommt einfach.“
Janina Franke

Sie ist ihre eigene Aufnahmeleiterin und Produzentin. Anzustrengen scheint sie das alles nicht: „Ich plane nicht, einen Song zu schreiben – der kommt einfach“, sagt sie. „Ich hatte schon als Kind das Bedürfnis, mich auf dem Klavier auszudrücken!“ Mit acht oder neun Jahren produzierte sie ihre erste CD. Im Alter von 15 Jahren wurde sie Schülerin der Jungen Akademie der Staatlichen Jugendmusikschule in Hamburg. Mit der Teilnahme am KiKa-Wettbewerb „Dein Song“ ist ihr Traum, die Leidenschaft zum Beruf zu machen, in greifbare Nähe gerückt. Janina schaffte es bis ins Finale und sicherte sich mit ihrem Song „Daddy“ einen Platz in den Herzen zahlreicher Fans, die ihr seither auf Facebook und Youtube folgen.
Plötzliche Prominenz
Für Janina selbst war die Ausstrahlung des Wettbewerbs der Abschluss eines aufregenden Jahres, in dessen Verlauf sie Bekanntschaft mit der professionellen Musikindustrie machen konnte. Im Vordergrund stand nicht der Wettbewerb, sondern die Arbeit am Song. „Konkurrenzdruck gab es eigentlich gar nicht“, sagt die Nachwuchsmusikerin rückblickend. „Jeder hat jeden Song mitgesungen. Wir haben alle gewonnen!“ Überwältigend war die Erfahrung plötzlicher Prominenz, die nach der Ausstrahlung der Staffel spürbar wurde. „Man selbst ist ja noch dieselbe Person und plötzlich schreien die Leute, wenn man kommt!“ – so ganz glauben kann Janina das immer noch nicht. Ihre Bodenständigkeit hat sie über all dem nicht verloren. Gern würde sie eine Band gründen und live in Clubs spielen. Ihr Alltag sieht im Moment allerdings anders aus. Tagsüber absolviert sie ihre Ausbildung zur Sozialpädagogischen Assistentin und bereitet sich auf das Fachabitur vor. Bis zu den Abschlussprüfungen bleibt die Musik ein Freizeitvergnügen. Und danach? Die Antwort kommt so zielsicher und überzeugt, dass die Erfolgsaussichten gut sein dürften: „Ich will Musik studieren, mir als Künstlerin einen Namen machen und später als Produzentin und Songwriterin arbeiten!“ (bb)
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