Junge Zirkus-Stars

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Die drei Schülerinnen machen auf dem Trapez eine gute Figur Foto: L. Steiffert

Mitmachen bei „Morelli“ – diesmal an der Grundschule Humboldtstraße

Barmbek Kleine Kinder reiten unter tosendem Applaus auf Holzpferdchen in die Manege, Mädchen turnen im buntem Scheinwerferlicht auf einem Trapez und Jungs drehen im Glitzeranzug Teller auf einem spitzen Holzstab. Willkommen in der Show der kleinen Stars von Hamburg, willkommen im Mitmachzirkus „Morelli“!
Nach tagelangen Proben zeigten die Schüler der Grundschule Humboldtstraße jetzt Freunden, Eltern und Geschwistern stolz ihre Kunststücke. Spaß bringen diese Aufführungen nicht nur dem Publikum, sondern auch Manuel und Gina Maatz (36/29), denen der Kinder-Mitmachzirkus „Morelli“ gehört. Beide stammen aus Zirkusfamilien in der sechsten Generation und sind leidenschaftliche Artisten. Mit ihrem Zirkuszelt und ihren Tieren besucht das Ehepaar immer für eine Woche verschiedene Kindergärten und Schulen. Mit den Kindern werden gemeinsam die Auftritte vor den Eltern besprochen. So lassen die Profis die Kleinen in die Welt der Zirkusleute eintauchen.

„Jeder kann ein Star sein“


Die Tiere mussten dieses Mal jedoch zu Hause bleiben, denn auf dem Gelände der Grundschule wird eine Kantine gebaut. Trotzdem stand es nicht zur Debatte, die Aktion ausfallen zu lassen: „Schon seit vielen Jahren gibt es an der Schule alle vier Jahre ein Zirkusprojekt. Gerade als ehemalige Integrationsschule war es uns schon immer ein Anliegen, Angebote zu schaffen, die alle Kinder ansprechen und begeistern“, sagt Schulleiterin Caroline Weigmannt. „Wir nehmen bei den Zirkusprojekten – ähnlich wie bei Theateraufführungen – ganz neue, beziehungsweise andere Seiten und Talente an den Kindern wahr.“
Eines ist der Grundschule dabei besonders wichtig. Als Schule, an der auch behinderte Kinder unterrichtet werden, achten die Lehrer sehr auf das Miteinander. Die Kinder sollen lernen, dass alle ihre individuellen Stärken haben. Und das wird bei „Morelli“ gezielt gefördert. „Es entsteht ein ganz tolles Miteinander, alle Kinder müssen die Show zusammen auf die Beine stellen. Jeder kann hier ein Star sein“, freut sich Ingrid Kimminich, Mutter einer Viertklässlerin an der Grundschule Humboldtstraße.
Außer auf dem Zirkus, den die Schule mit zwölf Euro pro Kind und durch die Eintrittsgelder finanziert, liegt das Hauptaugenmerk vor allem aber auf der musikalischen Förderung der Kinder.
Beim „JEKI“-Projekt bekommt zum Beispiel jeder ein Musikinstrument, das er sich zuvor aussuchen darf. Mit dem wird von nun an fleißig zu Hause und einmal wöchentlich im Musikunterricht geübt, um später das Können den Eltern präsentieren zu können.
Das Wichtigste dabei: Die Schüler sollen mit viel Selbstvertrauen in die fünfte Klasse starten. Den Applaus aus der Manege hat dann vielleicht noch mancher der jungen Zirkus-Stars im Ohr. (lst)
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