Kaempfert wirkt weiter

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Bert Kaempfert spielte leidenschaftlich Klavier und Klarinette Fotos: Bert Kaempfert Music Publishing GmbH

Stiftung des Barmbeker Stars will Musikernachwuchs fördern

Von Britta Burmeister
Barmbek. Woran denkt man bei Songs wie „Strangers in the Night“, „Muss i denn zum Städele hinaus“ oder „Spanish Eyes“? Sicher an Weltstars wie Frank Sinatra, Elvis Presley und Al Martino. Wahrscheinlich an die USA. Bestimmt nicht an Barmbek-Nord. Tatsächlich liest sich die Geschichte von Bert Kaempfert, dem Komponisten der zitierten Welthits, wie das Drehbuch eines Hollywoodstreifens. Anlässlich seines 90. Geburtstags wurde jetzt die Bert Kaempfert-Stiftung aus der Taufe gehoben. Am 16. Oktober 1923 wurde Berthold Heinrich Kämpfert als Sohn eines Kulissenmalers in Barmbek geboren. Genau genommen in Barmbeck, denn das c im Namen hatte der Stadtteil damals noch nicht eingebüßt. Und auch dass aus Berthold Kämpfert eines Tages Bert Kaempfert, der Vater des „Easy Listenings“, werden sollte, konnte zu diesem Zeitpunkt noch niemand ahnen. Die Musikerkarriere von Bert Kaempfert begann mit einem Unfall: Der sechsjährige „Barmbeker Jung“ wurde von einer Droschke angefahren. Die Versicherung des Kutschers zahlte ihm 500 Mark Schmerzensgeld. Mutter Kämpfert kaufte von dem Geld ein Klavier und ermöglichte ihrem Sohn den Besuch einer privaten Musikschule in Wilhelmsburg. Eine kluge Entscheidung, denn aus dem kleinen „Fips“ wurde ein international erfolgreicher Musiker, der mit Größen wie Elvis Presley und Frank Sinatra arbeitete und als Entdecker der Beatles gilt. In Barmbek erinnert seit 2008 der Bert Kaempfert-Platz an den 1980 verstorbenen Musiker. Zweck der neuen Stiftung ist die Förderung von Kunst und Kultur, insbesondere die Förderung von jungen Musikern wie Komponisten, Arrangeuren und Interpreten, deren Begabungen und herausragenden Leistungen gefördert und unterstützt werden sollen. Im Rahmen einer Geburtstagsfeier, an der Angehörige und Weggefährten des Musikers teilnahmen, überreichte Kultursenatorin Prof. Barbara Kisseler eine Patenschaftsurkunde an Kaempferts Tochter Doris. „Bert Kaempfert war ein wichtiger Musiker, Musikproduzent und Komponist aus Hamburg und Wegbereiter für nachkommende Generationen“, würdigte die Kultursenatorin das Werk des Künstlers. „Mit der Patenschaft möchten wir die Vorhaben der Bert-Kaempfert-Stiftung unterstützen, Kunst und Kultur Hamburgs zu fördern, sowie ihre Bedeutung unterstreichen.“

Nähere Informationen gibt es im Internet unter bert-kaempfert-stiftung
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