Klinik Eilbek: Wie alles begann

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Die Schön Klinik Hamburg Eilbek: Seit 150 Jahren eine Erfolgsgeschichte im Herzen Hamburgs

In 150 Jahren von der „Anstalt für Gemütskranke“ zum Top-Medizinangebot für Orthopädie

Hamburg. „Die heutige Schön Klinik Hamburg Eilbek mit ihrer langen und wechselvollen Geschichte leistet einen wichtigen Beitrag zur medizinischen Versorgung der Menschen in unserer Stadt“, sagte Gesundheitssenatorin Cornelia Prüfer-Storcks anlässlich eines Senatsempfangs zum 150. Geburtstag des Krankenhauses Eilbek.
Rund 1.700 Mitarbeiter behandeln in der Dehnhaide jährlich 21.000 Patienten stationär und rund 50.000 weitere ambulant. Vor allem in der Behandlung von Schädel-Hirn-Verletzten sowie orthopädischen Erkrankungen hat die Klinik seit Jahren einen überregionalen Bekanntheitsgrad erreicht. 2006 übernahm die Klinikgruppe „Schön Klinik“ das Allgemeine Krankenhaus Eilbek. Seitdem wurden 70 Millionen Euro in die Sanierung der Gebäude und Neubauten investiert.
Gegen Verwahrung

Am 17. November 1864 wurden die ersten Patienten vom AK St. Georg in die „Irren-, Heil- und Pflegeanstalt Friedrichsberg“ verlegt. Ab 1880 wurden hier alle psychisch Kranken untergebracht und behandelt. Gründungsvater der Einrichtung in Friedrichsberg war 1864 Dr. Ludwig Meyer. Er plädierte schon damals für eine menschenwürdige Unterbringung der „Gemütskranken“ ohne Zwangsjacken und Gitter und setzte diese auf dem Gelände konsequent um. Forschung und Therapie sollten einen höheren Stellenwert haben als die bloße Verwahrung der Kranken.
Trotz zahlreicher Neubauten auf dem Areal war die Anstalt in ihren ersten Jahren ständig überbelegt. Ab 1910 wurde die sie neu geordnet und weiter ausgebaut. Der schlechte Ruf, den Friedrichsberg zwischenzeitlich durch die Unterbringung psychisch kranker Straftäter erlangte, sollte so beseitigt werden. Das zeigte Wirkung: Schon ab 1920 kamen auswärtige und ausländische Mediziner in die neu strukturierte Anstalt. Das beförderte die positive Entwicklung mit modernster psychiatrischer Therapie und Forschung auf höchstem Niveau. Im Jahre 1930 verfügte die Staatskrankenanstalt Friedrichsberg über mehrere moderne Labore und Seminarräume.
Während der Nazi-Zeit hatte der Hamburger Senat 1934 im Zuge der Umsetzung des „Gesetzes zur Verhütung erbkranken Nachwuchses“ beschlossen, dass „die heilbar erkrankten Volksgenossen unter größtmöglichem Einsatz ärztlicher Betreuung behandelt werden sollten, dass aber den unheilbar Erkrankten nur eine Betreuung auf einem vertretbaren Mindestmaß gewährt wird“. Daraufhin musste die Anstalt von den „unheilbar Erkrankten“ geräumt werden. Bis Ende 1935 wurden mehr als 1700 Frauen und Männer verlegt.

Nach Kriegsende wurde die im Stadtteil Barmbek gelegene ehemalige Staatskrankenanstalt Friedrichsberg auf Anordnung der britischen Militärverwaltung in Allgemeines Krankenhaus Eilbek umbenannt. Warum Eilbek und nicht Barmbek? Der Grund: Mit dem von den Briten bis 1951 beschlagnahmten AK Barmbek gab es bereits ein Krankenhaus mit dem Namen Barmbek in diesem Stadtteil. (ms)
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