Komponistenviertel: Was Anwohner ärgert

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Tina S. versteht nicht, weshalb der Baum an der Beethovenstraße gefällt wurde. Und warum liegt der Stumpf herum?
Hamburg. Für einige Anwohner im Komponistenviertel liegt seit Wochen so einiges im Argen. Angefangen habe es vor Wochen mit der brachialen Rodung diverser Grünflächen, beklagt sich zum Beispiel Andrea Runge. Sie wohnt seit 34 Jahren an der Döscherstraße und mag sich gar nicht mit dem Kahlschlag abfinden, der etwa auf der angrenzenden Hundefreilauffläche stattgefunden habe. „Ganze Büsche und schon blühende Bäume, die über Jahre schön gewachsen waren, wurden hier einfach rausgerissen!“ Ebenso sei es im Bachpark, der sich zwischen Flotowstraße und Beethovenstraße befindet, bestätigt auch Anwohnerin Tina S., die hier auch ein Gewerbe betreibt. Ärgerlich findet sie zudem, dass abgesägte Äste und Baumstümpfe noch immer Stolperfallen seien.
Das Bezirksamt begründet die Rodungen mit der üblichen jährlichen Pflege von Grünanlagen und kann die Aufregung nicht nachvollziehen. Der Kahlschlag im Komponistenviertel war in der vorigen Woche denn auch auf Initiative der Anwohner Thema im zuständigen Regionalausschuss wie auch im Stadtteilrat Barmbek-Süd. Ergebnis: Im Herbst soll es Nachpflanzungen geben. Trotzdem hat Andrea Runge eine Eingabe bei der Bürgerschaft gemacht. Sie ist generell unzufrieden mit der Informationspolitik der Behörde: „Hätte das Bezirksamt die Rodungen angekündigt, wären wir vielleicht nicht so schockiert gewesen“, moniert sie. Und hat gleich das nächste Beispiel in Sachen Desinformation parat: „An der Döscherstraße 13 soll offenbar etwas gebaut werden – keiner weiß wann und was. Vom Amt erhalte ich keine Auskunft!“ Dabei sei es für die Anrainer schon aufgrund der prekären Parkplatzsituation wichtig zu wissen, ob und wann Baumaschinen in die enge Sackgasse fahren, so Tina S. Zumal einige kleine Firmen hier ansässig seien, die auch Kunden empfingen. Auf Wochenblatt-Anfrage sagt Katja Glahn vom Bezirksamt: „Ein Haus mit vier Wohnungen ist geplant. Wann begonnen wird, ist nicht bekannt.“ (ba)
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1 Kommentar
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Elke Noack aus Rahlstedt | 14.04.2014 | 08:37  
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