Kreisverkehr Fuhlsbüttler Straße/Pestalozzistraße

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Zur Hauptverkehrszeit fahren am Bahnhof bis zu vier Busse gleichzeitig ab Foto: Heume

Fußgänger, Busse, Pkw: Knotenpunkt am Bahnhof Barmbek im Regionalausschuss

Von Ruth Heume
Barmbek
Albert Wolff (58) ist sauer. Jeden Tag gegen 16 Uhr steht er am Kreisverkehr Fuhlsbüttler Straße/Pestalozzistraße und holt seine Frau vom Bahnhof ab. Dabei muss er immer wieder mit ansehen, wie die Busse mit hoher Geschwindigkeit in den Kreisverkehr fahren und dabei nicht immer die Vorfahrtsregeln beachten. Er hat den Eindruck, hier findet eine kleine Machtdemonstration statt, nach dem Motto: Ich bin der Stärkere. Zur Erinnerung: Die sich im Kreisverkehr befindenden Fahrzeuge haben Vorfahrt, der Bus muss also warten, bis sich eine ausreichende große Lücke ergibt. Und beim Verlassen des Kreisverkehrs muss er die Fußgänger, die die Straße überqueren wollen, passieren lassen. Ein Zebrastreifen würde hier für mehr Sicherheit sorgen. Alexander Kleinow (SPD) kennt das Problem: bereits vor drei Jahren hatte das Wochenblatt über die Situation berichtet. Immer wieder waren Bürger in das Abgeordnetenbüro an der Pestalozzistraße gekommen, um sich zu beschweren. Es gab eine Unterschriftenaktion – aber die Antwort der Polizei war: ein Zebrastreifen wäre redundant, da die Straßenverkehrsordnung ohnehin vorsieht, das Fahrzeuge, die den Kreisverkehr verlassen, Fußgänger passieren lassen müssen. Albert Wolff, selbst Berufsfahrer, hat Verständnis für die Eile der Busfahrer, die ihren Fahrplan einhalten müssen. Dennoch sagt er: Sicherheit geht vor! Zu Stoßzeiten fahren vom Busbahnhof oft drei oder vier Busse gleichzeitig ab und geben gleich auf den ersten Metern ordentlich Gas. Das kann er jeden Tag beobachten. Und erst heute Morgen war er wieder Zeuge, als ein Bus nur knapp vor einem im Kreisverkehr fahrenden Pkw zum Halten kam. Auch in der April-Sitzung des Sanierungsbeirats wurde das Thema wieder einmal aufgegriffen. Es wurde entschieden, hierüber erneut im Regionalausschuss zu sprechen. Die Hochbahn betont in einer Stellungnahme, dass Sicherheit für sie oberste Priorität habe, und appelliert an ihre Fahrgäste, mitzuhelfen. Detaillierte Hinweise auf Fälle von inkorrektem Fahrverhalten würden der Hochbahn die Chance geben, die Situation konkret nachzuvollziehen und mit den betreffenden Mitarbeitern zu sprechen. Betroffene Bürger sind aufgefordert, entsprechende Vorfälle unter Angabe von Linie, Richtung und Uhrzeit an info@hochbahn.de zu melden. Christina Becker, stellvertretende Sprecherin der Hochbahn, erinnert aber auch noch einmal daran, dass die Busse beim Einfahren in den Kreisverkehr durchaus vor den querenden Fußgängern Vorfahrt haben. Erfahrungsgemäß komme es aber gerade an diesem Kreisverkehr häufig vor, dass Fußgänger ganz bewusst und aktiv die Vorfahrtsreglung missachten.
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2 Kommentare
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T. Hübener VCD Nord aus Barmbek | 18.05.2016 | 19:24  
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Klaus Sebaldt aus Barmbek | 21.05.2016 | 11:20  
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