Kulturinsel vertrödelt?

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Hannelore Riek aus Bramfeld weiß, wie wichtig, Kunst, Kultur und Bildung vor Ort im Stadtteil sind. Deshalb ist sie für die Kulturinsel. Foto: Sobersko

30.000 Euro sind bereitgestellt: Bestmögliche Umsetzung

Von Tanja Sobersko
Bramfeld. Wird der Start der Kulturinsel vertrödelt? Im Mai vergangenen Jahres wurde bereits der Antrag auf eine Ausschreibung für die Projektentwicklung der Kulturinsel gestellt. Im Jahresausblick erwähnte Bezirksamtsleiter Thomas Ritzenhoff die Summe von 30.000 Euro, die für die „Projektentwicklung Kulturinsel“ bereit gestellt sind. Allerdings stellen sich Kulturinsel-Interessierte jetzt die akute Frage: Warum geht es nicht los? Das Bezirksamt vermeldet zurzeit: Die Ausschreibung wird vorbereitet. Was genau wird über sechs Monaten lang vorbereitet? Dazu Ortwin Schuchardt, Fachsprecher Finanzen und Kultur der SPD: „Der ursprüngliche Ausschreibungstext war vergaberechtlich nicht korrekt. Zurzeit befinden wir uns mit den GRÜNEN im Abstimmungsprozess, sind aber zuversichtlich, dass zur nächsten oder übernächsten Bezirksversammlung ein beschlussfähiger Text vorliegen wird.

Schritt für Schritt

Otfried Hilbert von den GRÜNEN dazu: „Wichtig war vor allem, einen rechtssicheren Beauftragungstext zu verfassen. Für das Geld soll das Maximale umgesetzt werden“, so der Politiker. „Wir haben uns nun mit der SPD geeinigt, dass die Vergabe nacheinander erfolgt. Das heißt, erst die Projektentwicklung und Betriebsfinanzierung. Dann – im zweiten Schritt – die Architektenleistungen. Diese werden dann bis zur Leistungsstufe drei gehen. Dies wiederum bedeutet, dass die Architektenleistungen mehr umfassen als ursprünglich angedacht.“
Britta Burmeister, Vorsitzende des Vereins Kulturinsel e.V., bleibt trotz der Verzögerungen, positiv gestimmt: „Es ist schön zu sehen, dass die Ausschreibung und die Kulturinsel selbst Gegenstand der Diskussion sind. Ich hoffe für uns alle, dass das Jahr 2013 uns und die Kulturinsel voranbringt.“
Und wie sehen die Bramfelder Bürger das Thema Kulturinsel? Ist das Interesse noch da oder herrscht Politikverdrossenheit? Weit gefehlt. Hannelore Riek aus Bramfeld jedenfalls findet, dass es allerhöchste Zeit wird, dass noch mehr für Kultur, Freizeit und Bildung vor Ort im Stadtteil getan wird. „Unsere Enkel nutzen bereits regelmäßig die Angebote im Brakula. Und da muss nun noch viel mehr kommen. Für ganz junge und für ältere Menschen sind solche Angebote vor Ort doch extrem wichtig. Ich wünsche mir noch viel mehr davon“, so die von der Idee einer Kulturinsel begeisterte Großmutter aus Bramfeld. Und mit dieser Meinung steht Hannelore Riek nicht alleine da.
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