Lokalkrimi aus Steilshoop

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Autor Klaus Struck und die Cover seiner neuesten Werke Fotos: Nowatzky

Klaus Struck veröffentlicht Hamburg-Krimi mit starkem Wiedererkennungswert

Von Stefanie Nowatzky
Hamburg. Die Kommissare fahren durch den Maienweg in Richtung des Gefängnisses „Santa Fu“, besuchen Informanten in den ehemaligen Wärterhäusern am Suhrenkamp und bewundern die prächtigen Gärten in Fuhlsbüttel. Klaus Strucks Figuren in seinem zweiten Krimi „Sportstadtmord“ sind Hamburger, sein Krimi lebt vom Lokalkolorit. Als Spielort hat sich der 60-jährige Fuhlsbüttler einen ungewöhnlichen Stadtteil ausgesucht: Die Haupthandlung spielt in Steilshoop. Hierher hat Struck die AFA, eine fiktive Bildungseinrichtung der Stadt und Schauplatz für einen verwickelten Handlungsstrang, verlegt.

Vom Ingenieur zum Autor

Eine Reise in die Westsahara machte den Ingenieur zum Autor. „Früher war ich in der Entwicklung tätig, aber heute ist die Arbeit nicht mehr kreativ“, erzählt er. Kreativität gehört zu Klaus Strucks Charakter. „Auch ein Ingenieur muss Phantasie haben, das verbindet mit dem Autor“, so der 60-Jährige.
Vor zwei Jahren brachte er seinen ersten Krimi heraus. Die Flüchtlingssituation in der Westsahara und die Landschaft beeindruckten ihn bei seiner Teilnahme am Sponsored Run des Uno-Hilfswerkes stark. „Jetzt machst Du es wahr, dachte ich. Vorher hatte ich immer nur gesagt: „Das müsste man mal aufschreiben.“

Spannung bis zur letzten Seite

Und zum aufschreiben hat Klaus Struck einiges gefunden. Die Krimis sind auch seine Art, sich politisch und lokal zu engagieren. Dazu arbeitet er an der Geschichtswerkstatt Fuhlsbüttel mit. Viele aktuelle Ereignisse fließen in seine Handlung ein, machen sie manches Mal auch etwas schwergängig, weil Struck seinen eigentlichen Krimi an einigen Stellen überfrachtet.
Dafür ist vor allem für Nord-Hamburger die detaillierte Beschreibung der Stadtteile, der Wiedererkennungswert mit Personen der Hamburger Öffentlichkeit und die spannende Frage um einen möglichen U-Bahnanschluss unter den Fundamenten von Steilshoop absolut lesenswert. Spannung lag dem Vater zweier inzwischen erwachsener Kinder schon immer, deshalb hat er sich den Krimi als sein Ressort gesucht. Seine phantasievollen Gute-Nacht-Geschichten wurden familienintern schließlich sogar verboten - zu spannend für die Kinder und zum Einschlafen daher nicht geeignet, befand seine Frau.
Das Buch „Sportstadtmord - Tatort Steilshoop“ ist 2014 im Acabus Verlag erschienen und kostet broschiert 13,90 Euro.
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