Lotsen im Alltag in Hamburg

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„Wir sind vor Ort im Quartier“ (v.l.): Angela Greiner, Marita Wahl, Jens Rabeler, Vera Köthe-Stender und Steffen Sauthoff (nicht im Bild: Benjamin Jahncke) haben Anfang 2014 das Büro in der Meister-Francke-Straße bezogen Foto: Busse

Quartierlotsen vernetzen Stadtteile und helfen Bewohnern

Hamburg. Kunst in kreativer Verbindung mit sozialer Kompetenz zeigt das Projekt „Qplus“ der Evangelischen Stiftung Alsterdorf. Türöffner ist eine Ausstellungsreihe im Quartiersbüro in der Meister-Francke-Straße 15, das zu Beginn des Jahres von fünf Quartierlotsen neu bezogen wurde.
Den Auftakt macht die Barmbeker Künstlerin Hanna Malzahn. „Meine Familie lebt hier seit drei Generationen“, so Malzahn. „Künstlerisch bewege ich mich im Spannungsfeld zwischen Gegenständlichkeit und Abstraktion, zeige Häuser und andere Bauwerke in verschiedenen Techniken unter Einsatz vielfältiger Materialien.“ Die Ausstellung, die noch bis Montag, 6. Oktober, zu sehen ist, schlägt die Brücke zur Arbeit der Quartierlotsen, die in Bramfeld, Barmbek und Steilshoop aktiv sind. Sie richten sich an Menschen mit unterschiedlichem Unterstützungsbedarf, wie zum Beispiel Personen mit Handicap oder ältere Menschen.

Hilfe für Nachbarn

Gemeinsam mit den Quartierlotsen bestimmen sie ihren persönlichen Unterstützungsbedarf: Was kann ich selbst tun, welche technische Hilfe brauche ich und wie können mich Freunde, Nachbarn, Bekannte und die Familie unterstützen? Das Ziel: Größtmögliche Unabhängigkeit und Teilhabe am Leben im Stadtteil. „Wir möchten das lebenslange Wohnen im Quartier unterstützen. Dazu gehört es einerseits, vom Einzelnen aus zu gucken, was er braucht. Auf der anderen Seite gehört dazu, Menschen miteinander in Kontakt zu bringen, Berührungsängste abzubauen und die Nachbarschaft zu stärken“, erklärt Projektleiterin Marita Wahl.
„Es muss nicht gleich der Profi sein, wenn jemand Hilfe braucht“, fügt Quartierlotse Steffen Sauthoff hinzu, „manchmal sind es kleine Dinge, die den Alltag erleichtern.“
Auch Lotsin Vera Köthe-Stender weiß aus eigener Erfahrung: „Die Lösung liegt vielleicht sehr nahe, nämlich in der Nachbarschaft.“ Dafür steht auch das „Q“, gleich „Quartier“, in „Qplus“. Die aktuelle Ausstellung gibt dabei ein Beispiel für Vernetzung im Stadtteil. (cb)
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