Menschen in Not helfen

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Petra Menzel mitten in ihrem Stadtteil vor der Trude Foto: Leuschen

Petra Menzel koordiniert die Helfer in der Flüchtlingsunterkunft Wiesendamm

Barmbek „Das Leben ist viel zu spannend, um nur zuhause auf dem Sofa zu sitzen“, findet Petra Menzel. Dabei hat die freiberufliche Projektmanagerin eigentlich schon beruflich gut zu tun. „Ich habe ein ausgefülltes Leben, trotzdem ist da Zeit“, erklärt die 51-Jährige. Seit 27 Jahren lebt die Rostockerin in Hamburg, vor vier Jahren ist sie nach Barmbek umgezogen. Als im vergangenen Jahr bekannt wurde, dass in ihrer Nachbarschaft eine Unterkunft für Flüchtlinge entstehen würde, war der Mutter eines erwachsenen Sohnes klar: „Ich will was tun.“ Also nahm sie Kontakt zur Initiative Welcome to Barmbek auf. Dort konnte man eine Frau, die so gut koordinieren kann, bestens gebrauchen. Nun koordiniert sie die freiwilligen Helfer, die sich in der Zentralen Erstaufnahme im Wiesendamm für die Flüchtlinge engagieren. 260 Menschen leben seit Oktober 2015 in der Notunterkunft, 40 davon sind Kinder; die meisten kommen aus Afghanistan, einige aus Syrien und Eritrea. Der Mix ist bunt, vom Akademiker bis zum Analphabeten. Die Einrichtung wird von den Johannitern geleitet, die eng mit der Bürgerinitiative Welcome to Barmbek kooperiert. „Die meisten der Flüchtlinge leiden unter Langeweile, weil sie nur warten können“, berichtet Petra Menzel. „Dagegen tun wir etwas“ – mit Sprachunterricht und einer Strickgruppe, mit Sport, Kinderprogramm und vielem mehr. Dafür können sie auch weiterhin Unterstützung brauchen: Menschen, die zum Beispiel bei der Essensausgabe helfen wollen oder in der Kinderbetreuung, „darüber hinaus gibt es noch viele andere Aufgaben.“ Das Team freut sich besonders über Helferinnen und Helfer, die Lust haben, eigene Projekte umzusetzen. „Wir hoffen auf viele gute Ideen!“

Eigene Erfahrungen


Menschen in Not zu helfen ist für Petra Menzel einfach selbstverständlich. Mit der Not von Flüchtlingen verbindet sie ihre eigene Geschichte. „Wir sind vor der Wende nach Westdeutschland geflüchtet, waren auf einem der Flüchtlingsschiffe untergebracht“, erzählt sie. „Ich weiß, wie es Flüchtlingen geht, wie wichtig es ist, selbstbestimmt zu bleiben.“ (leu)

Kontakt: mail@welcome-to-barmbek.de, 01578 - 4440896
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