Mit dem Longboard zum Ausbildungsplatz

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Werkstattleiter Hardy KochFoto: Barbara Borgstädt/wbv

Barmbeker Produktionsschule unterstützt Jugendliche bei der Suche nach Lehrstelle

Barmbek. Noch bis zum kommenden Sonntag, 29. September, präsentiert die Produktionsschule „Maritime Welten“ aus Barmbek auf der Hamburger Messe „Du und Deine Welt“ Longboards aus eigener Produktion.
Am 26., 27. und 29. September ist auch der Longboardspezialist Lasse Denker vor Ort, um seine Trendsportart vorzustellen. Gleichzeitig haben Jugendliche die Gelegenheit, sich über das Angebot der Produktionsschule zu informieren.
Seit 2009 bekommen schulpflichtige Jungen und Mädchen, die nach Abschluss der neunten oder zehnten Klasse keinen Ausbildungsplatz bekommen haben, am Wiesendamm die Chance, sich für einen Ausbildungsplatz zu qualifizieren.
Werkstattleiter Hardy Koch hat dem WochenBlatt bereits im Vorfeld der Messe einige Fragen beantwortet:
WB: Wie unterscheidet sich eine Produktionsschule von einer anderen Schule?
HK: Unsere Schüler und Schülerinnen - wir sprechen von Teilnehmenden - verstehen sich als Arbeitnehmer, die bei uns Einblicke in die Arbeitswelten gewinnen.

WB: Das hört sich nach einem richtigen Unternehmen an…
HK: Ja, genau. Produktionsschulen sind organisiert wie echte Firmen. Die Produktionsschule Barmbek produziert beispielsweise Stand-up-Paddle-Boards, Kanus und Longboards für den Verkauf und erbringt damit verbundene Dienstleistungen. Unsere Teilnehmenden lernen die verschiedenen Bereiche – Büro, Werkstatt, Lager – kennen.
Dabei erlernen sie zum Beispiel den Umgang mit verschiedenen Werkstoffen und werden geschult, mit dem Computer umzugehen. Außerdem erfahren sie, wie wichtig Pünktlichkeit, Zuverlässigkeit, Ausdauer, Durchhaltevermögen und kundenfreundliches Auftreten sind.

WB: Wie sieht das im Alltag aus?
HK: In der Werkstatt beginnt der Arbeitsalltag gewöhnlich mit dem morgendlichen Briefing. Danach geht es an die zu erledigenden Arbeiten bzw. Arbeitsaufträge. Diese Arbeiten werden immer wieder durch einzelne theoretische und praktische Lernsequenzen, die im Zusammenhang mit der augenblicklichen Tätigkeit stehen, unterbrochen.

WB: Wie lange bleiben die Jugendlichen bei Ihnen?
HK: In der Regel ein Schuljahr.

WB: Und danach?
HK: Unser Ziel ist die erfolgreiche Integration unserer Teilnehmenden in den ersten oder geförderten Ausbildungsmarkt. Gelingt uns dies nicht – aus welchen Gründen auch immer –erarbeiten wir gemeinsam eine nahtlose Anschlussqualifikation.

WB: An Ihrem Messestand präsentieren Sie Longboards. Im Gegensatz zu Kajaks und Stand- Up-Paddle-Boards sind die ja nicht sehr maritim. Wie kommt es, dass sie trotzdem im Angebot der „Maritimen Welten“ gelandet sind?
HK: Der Bau eines Stand-Up-Paddel-Boards ist ein komplexer, in viele Einzelschritte unterteilter und somit für die Teilnehmenden langwieriger und schwieriger Arbeitsprozess. Daneben gestaltet sich der Bau eines Longboards überschaubarer. Dadurch schaffen wir es, dass sich die Teilnehmenden besser mit dem Produkt und der Produktionsschule Barmbek identifizieren. Außerdem lernen sie so besser, Produktionsabläufe zu verstehen. Ein mit den eigenen Händen im Kundenauftrag hergestelltes Longboard, bei dem sie in alle Arbeitsschritte involviert sind, ist etwas ganz besonders.

Nähere Informationen erteilt die Produktionsschule „Maritime Welten“, Wiesendamm 30, Tel.: 29 80 16 181 am „Du und Deine Welt-Messestand“ oder auf Anfrage per E-Mail an info@produktionsschule-barmbek.de. (bb)
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