Modeltraum: Von Barmbek nach Brooklyn

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Der Ex-Barmbeker David Koch ziert die Cover einiger Männermagazine Repro: ruh
 
David kann gut auf „lasziv“ machen Repro: ruh

David Koch wurde auf der Straße entdeckt und läuft heute für alle großen Designer

Von Ruth Heume
Barmbek
„Wenn Du es dort geschafft hast, dann kannst Du es überall schaffen“, sang schon Frank Sinatra 1978 in „New York, New York“. David Koch hat es geschafft: 2015 tauschte er seine Wohnung in Barmbek gegen ein Apartment im New Yorker Stadtteil Brooklyn. Denn die Stadt ist eine der führenden Modemetropolen und der 25-jährige David Koch ein gefragtes Model. Er läuft für alle großen Designermarken über den Laufsteg und ziert die Cover bekannter Magazine. Noch vor sechs Jahren hätte er davon nicht einmal geträumt. Koch war 19, als er in Frankfurt, 100 Kilometer entfernt von seinem Heimatort Niederklein, von einer Modelagentin auf der Straße angesprochen wurde. Er habe einen tollen Körper und das perfekte Gesicht zum Modeln. Sie machte Handyfotos von ihm und fragte nach seiner Telefonnummer. So richtig ernst nahm David Koch das nicht. Eine Woche später meldete sich die Wiesbadener Agentin. Und zwei Wochen später lief der 19-jährige Newcomer in Paris bei der Fashion Week über den Laufsteg. Einen Einführungskurs gab es nicht, nur einen Probedurchlauf. Im Publikum saßen Stars wie Lady Gaga und Kanye West. Das war 2011. Fünf Jahre ist das her. 1,87 Meter, 75 Kilogramm, makellose Haut, ein gepflegter Dreitagebart und markante Wangenknochen. Für sein Aussehen muss er nicht einmal besonders viel tun. „Ich kann essen, was ich will“, sagt der heute 25-Jährige. Joggen gehe er regelmäßig, aber Krafttraining mache er nur ein- bis zweimal in der Woche. „Wenn ich zu viel trainiere, werden meine Schultern zu breit. Dann passen die Klamotten nicht mehr“, sagt er grinsend.

Traumhafte Karriere


Wie alles begann, scheint ihm immer noch wie ein Traum. „Paris war schon krass“, erinnert er sich. Mit einem Laufzettel in der Hand lief er von Casting zu Casting. „Ich war damals total überfordert und hätte fast alles hingeschmissen.“ Heute ist Koch aber froh, dass er durchgehalten hat. Mittlerweile bei der Wiesbadener Modelagentur unter Vertrag, ging es von Paris gleich nach Mailand, Barcelona und New York. 2012 wechselte er zu einer Hamburger Agentur und zog nach Barmbek – quasi eine gute „Model-Tradition“, denn auch Topmodel Toni Garrn lebte schon in Stadtparknähe. Den Park schätzte Koch zum Joggen und die Nähe zum Flughafen fand er äußerst praktisch. Seit 2015 lebt er jetzt in New York, ist aber viel unterwegs. Für ein Covershooting für das Lifestyle-Magazin „Prestige“ war er vorige Woche mal wieder in seiner alten Wahlheimat Hamburg. Die Haare nach oben geföhnt und mit viel Gel gestylt, eine braune Lederjacke und dunkle Jeans – wie der junge James Dean posiert er da vor der Rotklinkerwand im Studio. Sein Blick ist dabei immer ernst, fast böse. „Das wird in 80 Prozent der Fälle so verlangt. Dabei kommen meine Wangenknochen besser zur Geltung.“ Sobald die Kamera pausiert, zeigt er aber auch gerne mal ein Lächeln. Eigentlich sollte der Fernsehsender Sat.1 dabei sein, die wollten dann jedoch kurzfristig um drei Tage verschieben. Dann wird Koch aber schon wieder in Düsseldorf sein, wo er ein Shooting für Calvin Klein hat. Und danach geht es wieder nach New York. Familie und Freunde fehlen ihm schon, gibt der gebürtige Hesse zu. Vor allem seine Freundin Hanna, die in Alsfeld lebt. Die Beiden skypen jeden Tag. „Meine Familie und meine Freunde in der Heimat geben mir Bodenhaftung.“ Der Ruhm scheint ihm auch nach fünf Jahren auf internationalen Modenschauen nicht zu Kopf gestiegen zu sein. Privat macht er sich nicht besonders viel aus teuren Markenklamotten, nur für Schuhe und Uhren habe er eine Schwäche. Und bewusst entschied er sich für ein Appartement in Brooklyn und nicht Manhattan. Aus New York möchte er jedenfalls so schnell nicht weg: „Hamburg hat mir gut gefallen. Aber New York ist einfach cooler!“
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