Muscle-Cars mit Stil in Barmbek

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Passend zu ihrem rot-weißen Chevrolet, Baujahr 1956, haben sich Monika Koch und Wolfgang Fischer gekleidet Foto: Dagmar Gehm
Hamburg: Museum der Arbeit, Wiesendamm 3 |

US-Oldtimer und ihre stylischen Besitzer am Museum für Arbeit

Dagmar Gehm
Barmbek
Premiere vor imposanter Kulisse auf dem Hof des Museums für Arbeit in Barmbek. Auf Hochglanz polierte Prachtexemplare, USA-Importe aus den 1950- bis 1960er-Jahren, passten perfekt zu den Gemäuern der ehemaligen New-York Hamburger Gummi-Waaren Compagnie und der weltgrößten Schildvortriebsmaschine, „Trude“. „In Kombination mit einem amerikanischen Frühstücksbüffet in unserem Restaurant „Trude“ wollten wir zum ersten Mal schöne, alte Autos präsentieren“, sagte Gastronom Holger Völsch: „Dabei ging es um Pony- und Muscle-Cars, die kleiner gebaut wurden als Straßenkreuzer, aber dank eines V8-Motors trotzdem viel Power haben.“

Wert bis 50.000 Euro

Er selbst fährt einen Chevrolet Camaro, Baujahr 1967, in dem Jahr kam auch er zur Welt. Stilecht zu den rollenden Raritäten hatten sich einige ihrer Besitzer gekleidet. Wie Monika Koch und Wolfgang Fischer aus Hartenholm, die passend zu ihrem rot-weißen Chevrolet mit Weißwandreifen und dem Kennzeichen „H“ für historisch konsequent in rot-weiß gekleidet waren. „Wir haben 2014 einen Chevi gewählt, weil man bei Opel noch alle Ersatzteile kaufen kann“, so Fischer. Bei 30.000 bis 50.000 Euro liegt der Wert des Oldtimers, Baujahr 1956, inzwischen. Gern nehmen sie dafür das Meilentacho in Kauf: „Wir sind schon geblitzt worden, weil wir dachten, dass wir 50 km/h fahren, dabei waren es 70“, sagte die Goldschmiedin: „Aber immer zaubert der Chevi ein Smiley auf die Gesichter der Menschen.“

Sechs Meter lange Garage gesucht

Für Aufsehen sorgte auch ein blauer Chevrolet Belair, Baujahr 1960. „Er sieht aus wie ein Bonbonauto, das Kinder malen“, findet sein Besitzer Jörg Dohrmann (57): „Mehr als eine Million wurden seinerzeit in den USA produziert. “ Mindestens einmal pro Woche wird er von dem Fuhlsbütteler gefahren. „Schon von Berufs wegen bin ich umweltbewusst“, so der Bezirks-Schornsteinfeger. „Aber wenn ich erzähle, dass Jerry, wie ich ihn getauft habe, 20 Liter auf 100 Kilometer verbraucht, kommen keine negativen Reaktionen.“ Eine Goldmedaille für das „am schönsten proportionierte Auto“ erhielt der 1959er-Ford Country Sedan bei der Weltausstellung 1959 in Brüssel. 308 PS hat er unter dem Blech. Ein Exemplar war auch zur Show in Barmbek zu Gast. „Ich suche in Barmbek oder Wandsbek eine Garage, die sechs Meter lang ist“, sagt Jürgen Schewior, der in Dulsburg einen Nostalgie-Shop betreibt. Wie die meisten anderen würde auch er seinen Oldtimer für kein Geld der Welt verkaufen. Für 2018 sind drei weitere Termine mit den nostaligischen Autos geplant.
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