Musikerzentrum statt Brache

Anzeige
Außenansicht Holsteinischer Kamp: So planen die Architekten vom Büro „coido architects“ das Musikerzentrum als „Green Building“ mit so genannten energieaktiven Algenfassaden.Grafik: coido architects

„Green Building“ an der Marschnerstraße/Holsteinischer Kamp geplant

Von Sylvana Lublow
Barmbek. Gute Nachrichten für Hamburger Musiker: Ein seit langem geplantes Musikerzentrum in Barmbek-Süd nimmt Gestalt an. Das von Uwe Doll, Chef von CQ Creative Quartiere und Marketing GmbH, entwickelte Konzept sieht einen Neubau mit 28 modernen Proberäumen für Profi- und Hobby-Musiker vor. Des Weiteren sind ein Musikinstrumentenhandel im Erdgeschoss und ein kleiner Livemusik-Club und eine Lounge als Treffpunkt für die Musiker geplant. Der Standort ist die Brache auf der ehemaligen Raffay Fläche Ecke Marschnerstraße, Holsteinischer Kamp. Baubeginn könnte bereits nächstes Frühjahr sein. Als Vorbild diente Doll ein Musikerzentrum mit 80 Proberäumen in Amsterdam, das 2009 eröffnet wurde. „Hinzu kommt die Tatsache, dass Hamburg einen großen Mangel an Proberäumen hat“, so Doll. Die Universität Lüneburg führte eine Marktuntersuchung in Hamburg durch. Geprüft wurde, wie viele Musiker in Hamburg leben, wie und wo sie proben. „Das Ergebnis zeigt eindeutig, dass der Bedarf an Proberäumen da ist.“ Es kämen jede Woche Anfragen bei der Kulturbehörde von Musikern an, die Räume suchten, so Doll. Der Plan für das Musikerzentrum steht seit 2009. „Bisher fehlte nur ein Investor“, so Projektentwickler Doll. Den gibt es jetzt: Die Cologne Asset Management Group Düsseldorf überzeugte das Konzept. Sie will 12,9 Millionen Euro in den Neubau investieren, der CO2-neutral gebaut werde. Mit dem innovativen und energieaktiven Konzept „Green Buildings“, das mit Algenfassaden arbeitet, soll die Energie-Fremdversorgung auf Null runtergefahren werden. „Die Cologne Asset Group würde auch gerne das brachliegende Nachbargrundstück kaufen, um dort Wohnungen zu bauen“, informiert Uwe Doll.
Mitte Mai wird es eine Konzeptausschreibung geben. Doll ist zuversichtlich, dass es kein konkurrierendes Unternehmen geben wird, das mit genau demselben Konzept aufwartet. Demzufolge könnte das Grundstück, das im Besitz der Stadt ist, in etwa drei Monaten an den Investor verkauft werden. Im Frühjahr 2013 wäre dann Baubeginn und ein Jahr später die Einweihung des Musikerzentrums. „Noch gibt es paar Hürden mit den zuständigen Behörden zu überwinden“, so Doll, der hofft, dass alles nach Plan verlaufen wird. „Das Projekt liegt mir sehr am Herzen.“ Als Schirmherr für das Musikerzentrum konnte „Die Sterne“-Frontmann Frank Spilker gewonnen werden.
Anzeige
Anzeige
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.
Anzeige
Anzeige