Natur direkt erleben

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Die Ausstellung „Jahreszeiten Hamburg“ macht Naturphänomene im wahrsten Sinne des Wortes begreifbar. Hier: Die Experimentierstation zum Thema Wind. Fotos: Burmeister

Spannende Ferien auf dem Gut Karlshöhe

Von Britta Burmeister
Bramfeld. Claudia (38) bleibt stehen und hebt den Zeigefinger an ihre Lippen: „Hör mal, war das eben ein Specht?!“ Tochter Lea (6) zuckt unbeeindruckt mit den Schultern. Langsam geht sie weiter und lässt ihren Blick über den Waldboden schweifen: „Der könnte gehen!“ ruft sie, liest einen Stock vom Boden auf und hält ihn prüfend an ihren Unterarm. Gleich darauf fliegt er wieder ins Unterholz. „Zu kurz“, teilt Lea mit und wendet sich dem nächsten am Boden liegenden Zweig zu. Dieses Mal stimmt ihr Augenmaß. Der Stock ist so lang wie ihr Unterarm – naja – jedenfalls nach kurzer Bearbeitung. Während ihre Mutter auf ein Lebenszeichen des vermeintlichen Spechtes wartet, sucht Lea schon die nächste Frage auf dem Rallyebogen, den ihre Mutter zuhause aus dem Internet heruntergeladen und ausgedruckt hat. Mutter und Tochter stehen irgendwo zwischen der Erlebnisstation Wald und dem Abenteuerplatz auf dem Gelände des Gut Karlshöhe.
„Wir können in diesem Sommer nicht in den Urlaub fahren, weil unsere Großmutter im Krankenhaus liegt“, erzählt Mutter Claudia. „Aber wir haben uns vorgenommen, die Ferien zu nutzen und unsere eigene Stadt zu erkunden! Das Gut Karlshöhe hätten wir sonst vielleicht nie entdeckt! Das wäre schade gewesen!“ findet sie. Mitte August ist es ein Jahr ist her, dass die Hamburger Klimaschutzstiftung die Umbenennung des „Hamburger Umweltzentrums“ in „Gut Karlshöhe“ gefeiert und zeitgleich das frisch sanierte Stallgebäude eröffnet hat. Mit der Ausstellung „Jahreszeiten Hamburg“ wurde hier auf 1100 Quadratmetern eine wetterunabhängige Erlebniswelt für junge und ältere Naturforscher geschaffen, die in Hamburg ihresgleichen sucht. Auf einem Rundgang durch die vier Jahreszeiten erfahren die Besucher viel über die Themenbereiche Natur, Energie und Klimaschutz. Gelernt wird hier mit allen Sinnen und interaktiv. Experimentier- und Multimediastationen machen auch komplexe Zusammenhänge im wahrsten Sinne des Wortes begreifbar.
Doch auch die Liebhaber der „traditionellen“ Naturerlebnisangebote, die schon zu Zeiten des Hamburger Umweltzentrums zu den Geheimtipps der Region gehörten, kommen auf Gut Karlshöhe nach wie vor auf ihre Kosten. Dazu gehören die Kinder- und Jugendgruppen der Arbeitsgemeinschaft Natur- und Umweltbildung (ANU) Hamburg, die sich außerhalb der Schulferien regelmäßig einmal pro Woche treffen; dazu gehört die BioLogisch-Gruppe des Imkervereins, der auf dem Gelände des Umweltzentrum seinen Bauerngarten pflegt und dazu gehört natürlich auch der Schulbauernhof mit seinen Hühnern, Ziegen und seinen Rauhwolligen Pommerschen Landschafen.
Für Claudia und Lea endet der Ausflug aufs Gut Karlshöhe im Café. „Wir belohnen und jetzt für die erfolgreiche Teilnahme an der Rallye“, sagt die Mutter. Und Lea ergänzt: „Den Stock bringe ich Oma ins Krankenhaus mit!“
Nähere Informationen über das Gut Karlshöhe und das aktuelle Ferienprogramm gibt es im Internet unter www.gut-karlshoehe.de oder unter Tel.: 6370249-0
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