„Neue“ Kita für St. Wilhelm in Hamburg

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Einrichtungsleiterin Marille Krogmann, Planer Thomas Kittel und Kirchenvorstand Regina Kittel (v.l.) vor der Baustelle am Hohnerkamp Foto: Sichting

Umbau der Kindertagesstätte kostet 500.000 Euro. Einweihung am 1. Juni

Hamburg. Mit knapp 3.400 Mitgliedern ist die Katholische St. Wilhelm-Gemeinde im Hohnerkamp die kleinste katholische Pfarrei in Hamburg. Seit der Gründung 1970 befindet sich ein Kindergarten in der Trägerschaft der Gemeinde. 1998 zog die Einrichtung nach dem Umbau eines Einfamilienhauses auf ein Nachbargrundstück. In den vergangenen Jahren ist dieses jedoch wegen des Geburtenanstiegs und der Einführung eines Rechtsanspruches auf einen Betreuungsplatz an seine räumlichen Grenzen gestoßen. Der vorhandene Bau neben der Kirche reicht lange nicht mehr aus. Es musste angebaut werden.
Für 500.000 Euro entsteht jetzt ein 262 Quadratmeter großer Neubau. Die Planungen dafür begannen 2008. Zukünftig werden hier 60 Kinder zwischen ein und drei Jahren betreut. „Wir mussten leider immer wieder Anmeldungen ablehnen. Der Ansturm auf die Krippenplätze ist riesig. Wir dürfen aktuell nur fünf Kinder unter drei Jahren betreuen. Nach dem Umbau sind es 15. Geht es nach den Wünschen der Eltern, hätten wir schon vor zwei Jahren eröffnen sollen“, so Einrichtungsleiterin Mariele Krogmann.

Taufe keine Voraussetzung

Sprache, Bewegung, religiöse Erziehung und das Kita-Brückenjahr: Auf diesen elementaren Säulen basiert das Konzept der Kindertagesstätte. „Als Gemeindekindergarten steht unsere Tür zuallererst für die Kinder unserer Gemeinde offen. Wir grenzen aber niemanden aus. Die Kinder müssen nicht zwingend getauft sein. Wichtig ist, dass die Eltern mit unserer Konzeption einverstanden sind. 50 Prozent unserer Schützlinge sind katholisch, ein Großteil evangelisch, ein geringer Anteil muslimisch. Einige unserer Kleinen sind nicht mal getauft“, weiß die Kindergartenleiterin.

Krippeneinweihung im Juni

„Die Baufertigstellung ist für den 2. Mai dieses Jahres geplant. Dann sollen die Handwerker durch sein. Das milde Wetter spielt uns derzeit in die Karten. Der Zimmermann stellt bis Ende Januar das Dach fertig. Dann geht es an den Innenausbau. Es ist angepeilt, dass wir den Krippenneubau am 1. Juni einweihen“, verrät der ehrenamtliche Projektleiter Thomas Kittel. „Wir lassen ein komplett eigenständiges Krippengebäude mit eigenem Eingang bauen. Es wird aber auch einen Verbindungsgang zum alten Gebäude geben. Hier bringen wir die Garderobe unter. Im Erdgeschoss entstehen ein Gruppenraum, ein Waschraum, eine Küchenzeile und ein Schlafraum. In die erste Etage kommt laut Bauplan ein Mitarbeiterraum. Baulich würden wir wahnsinnig gerne viel mehr machen. Das kostet aber auch wahnsinnig viel Geld. Wir bauen jetzt eine Basisvariante, die erweiterungsfähig ist. Im Dachgeschoss soll ein Multifunktionsraum entstehen. Das bleibt aber erstmal Zukunftsmusik. Für eine Finanzierung fehlen uns die Sponsoren“, so das Gemeindemitglied.

Noch Sponsoren gesucht

Zu einem Drittel finanziert die Gemeinde den Bau selbst. Zwei Drittel der Gelder kommen aus dem Krippenausbauprogramm von Stadt und Bund. „Unser Benefizkonzert und weitere private Spenden haben sagenhafte 5.750 Euro eingebracht, das Bonifatiuswerk hat nochmals beeindruckende 25.000 Euro gegeben. Wir suchen auch weiterhin Sponsoren, die unsere Arbeit und das Projekt unterstützen“, wirbt Regina Kittel vom Krippenausschuss des Kirchenvorstandes. „Die ganze Gemeinde ist stolz, dass der Bau in Gang gekommen ist. Wir haben ehrlich gesagt schon nicht mehr damit gerechnet. Es war ein harter und langer Kampf.“ Der Lohn für die Mühen sind das Kinderlächeln und die Dankbarkeit der engagierten Eltern. „Unsere großen Kinder haben eine spannende Baustelle vor der Nase. Mal schauen, wie die Kinder erst staunen, wenn wir im Sommer den Neubau eröffnen“, freut sich Mariele Krogmann abschließend. (ms)

Wer spenden möchte, kann sich unter der Telefon-nummer 040/ 641 72 18
melden. Weitere Informationen zur Einrichtung gibt es auch online auf st-wilhelm.de
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