Neuer Standort für Helfer

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Einweihung der neuen Beratungsstelle im Flachsland (v.l.): Pastor Tobias Woydack, Petra Lotzkat von der Sozialbehörde, Leiterin Agnieszka Sieja und Angela Bähr vom Diakonie-Hilfswerk Hamburg feierten gemeinsam mit zahlreichen Wegbegleitern die erfolgreiche Arbeit des Integrationszentrums Foto: Busse

Diakonie eröffnet Integrationszentrum für Bezirk Nord im Flachsland

Hamburg. Das Integrationszentrum Hamburg-Nord hat am Freitag seine neuen Räume im Flachsland 23 eingeweiht.
Die interkulturelle Beratungsstelle hat sich seit dem Jahr 2009 als ein Ort der Begegnung, Unterstützung und Beratung für Migrantinnen und Migranten etabliert. Träger ist das Diakonie-Hilfswerk Hamburg der evangelischen Kirche. „Über 6.000 Beratungen haben wir im vergangenen Jahr durchgeführt“, betont Agnieszka Sieja, die dem achtköpfigen Team vorsteht. „Die Berater haben vielfach selbst Integrationserfahrung. Sie können sich gut in die Situation derjenigen hineinversetzen, die hier Unterstützung suchen, um ihren Alltag in Deutschland bewältigen zu können: Schule, Gesundheit, Wohnen, Arbeiten…“, ergänzt Petra Lotzkat vom Hamburger Amt für Arbeit und Integration. Sie weist darauf hin, dass insbesondere in Anbetracht der neuen „Rekordzahl“ von rund 7.000 Einbürgerungen in Hamburg im Jahr 2013 die Kompetenz der Mitarbeiter in den Beratungszentren unverzichtbar sei. „Einsparungen in diesem Posten sind in 2015/16 nicht vorgesehen“, sichert die Amtsleiterin zu.
Pastor Tobias Woydack, Vorstand des Diakonie-Hilfswerkes Hamburg, schlägt den Bogen zur Kirche – „die Bibel ist voller Flüchtlings- und Vertreibungsgeschichten – das geht schon mit Adam und Eva los“ - und appelliert an Migranten, sich nicht abzuschotten, sondern sich der neuen Kultur gegenüber zu öffnen. Das Integrationszentrum bietet Informationen zu Aufenthaltsrecht und Einbürgerung, Umgang mit Behörden, Familienproblemen, Bildung, Beruf und Arbeit, Arbeitslosengeld, Sozialhilfe, Kindergeld, Elterngeld, Unterhalt und mehr. Darüber hinaus werden Deutsch-, Integrations- und Alphabetisierungskurse durchgeführt. Die Beratungen sind kostenlos. Sie finden dienstags von 10 bis 13 Uhr und donnerstags von 14 bis 16 Uhr sowie nach Vereinbarung statt. Das Team verfügt über Sprachkenntnisse in Englisch, Französisch, Spanisch, Türkisch, Polnisch, Russisch, Serbo-Kroatisch, Lamba, Ewe und Bambara.
Leiterin Sieja hofft, am neuen Standort ein größeres Publikum ansprechen zu können, auch wenn nun die Standorte Barmbek und Langenhorn zusammengelegt wurden. Einmal in der Woche soll es ein Beratungsangebot im Quartiersbüro am Langenhorner Markt geben. Das Integrationszentrum Hamburg-Nord ist erreichbar unter Tel.: 35 77 199-40. Im Internet unter: diakonie-hamburg.de/integrationszentrum. (cb)
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