Neues OP-Haus für Schön Klinik Eilbek

Anzeige
Am Grete-Zabe-Weg haben die Bauarbeiten begonnen. Im Hintergrund Haus 7, in dem sich der Haupteingang der Klinik befindet Foto: Heume
 
So soll der Eingangsbereich des neuen Gebäudes aussehen Illustration: Henke + Partner

Das drittgrößte Krankenhaus Hamburgs in Barmbek zwölf moderne zwölf Operationssäle

Von Ruth Heume
Barmbek
Haus 12 der Schön Klinik Eilbek platzt aus allen Nähten: 1898 erbaut, wurde das Gebäude im Laufe der Jahre mit zahlreichen Anbauten versehen. Es beherbergt sieben der insgesamt elf Operationssäle. Die anderen vier befinden sich im benachbarten Haus 9. Der zentrale Aufwachraum wiederum befindet sich in Haus 12. Die Situation ist nicht besonders praktikabel und genügt schon lange nicht mehr den hohen Standards der Schön Kliniken. So fiel 2015 die Entscheidung für den Neubau eines OP-Gebäudes. In der vergangenen Woche begannen die Bauarbeiten. In der Sitzung des Stadtteilrates Barmbek-Süd stellte Klinikgeschäftsführer Dr. Ulrich Knopp jetzt das Projekt vor. Die Schön Klinik, die den irreführenden Namen Eilbek trägt, liegt eigentlich in Barmbek. Der Name hat historische Gründe. Mit mehr als 700 Betten und über 1600 Mitarbeitern ist es das drittgrößte Krankenhaus Hamburgs. Auf dem parkartigen Gelände entstand 1864 ursprünglich eine Klinik für psychisch kranke Menschen. Das neue Gebäude, Haus 16, wird im Osten des Klinikgeländes zwischen Haus 7 und dem Grete-Zabe-Weg liegen. Es wird auf allen drei Ebenen an das Haus 7 angebunden sein, in dem sich der Haupteingang der Klinik befindet. Das Konzept für den „OP der Zukunft“ ist modern und bis ins letzte Detail durchdacht: Die insgesamt zwölf Operationssäle werden sich im Erdgeschoss sowie im ersten Obergeschoss befinden. Im Erdgeschoss wird es einen separaten Eingang für die sogenannte „same day surgery“ (SDS) geben. Das bedeutet, dass Patienten morgens früh zur Vorbesprechung und -untersuchung in die Klinik kommen und noch am selben Tag operiert werden. Denn viele Krankenkassen streichen heute den früher üblichen Vortag, an dem die Untersuchungen durchgeführt wurden. Auch wird es in beiden Etagen einen zentralen Bereich geben, in dem die Operation eingeleitet wird, also die Narkose erfolgt. Von dort aus wird der Patient in den OP gebracht. Ebenfalls neu ist, dass das benötigte Material über einen separaten Gang von der anderen Seite in den OP kommt, so dass es auf den Gängen kein Gedränge gibt. Im 2. Obergeschoss, dem Staffelgeschoss, werden sich die Technik sowie der Aufenthaltsraum für die Mitarbeiter befinden. Gute Arbeitsbedingungen für die Angestellten haben bei Dr. Ulrich Knopp, der seit 2013 Geschäftsführer der Klinik ist, Priorität: „Die Zufriedenheit der Mitarbeiter wirkt sich auch positiv auf die Patienten aus“, ist er überzeugt. Bei den Fachbereichen werde sich durch den Neubau nichts verändern, und auch einen Stellenabbau werde es nicht geben, im Gegenteil: Knopp geht davon aus, dass durch den zentralen Einleitungsbereich in jeder Etage zwei zusätzliche Anästhesistenstellen entstehen. 32 Millionen Euro soll der Neubau kosten. Der Geschäftsführer rechnet mit der Fertigstellung 2018/19. Danach sollen noch weitere 30 Millionen investiert werden, konkrete Pläne hierzu liegen aber noch nicht vor. Besorgte Anwohnern des westlich der Klinik liegenden Erika-Mann-Bogens beruhigte Knopp: Neubauten werden voraussichtlich ebenfalls eher im östlichen Teil des Geländes realisiert.
Anzeige
Anzeige
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.
Anzeige
Anzeige