Parkchaos im Quartier 21

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Zugeparkte Bürgersteige und Kreuzungen, besonders am Seniorenpflegezentrum Integra, sind keine Seltenheit Foto: ruh

Die Wohnqualität auf ehemaligen Gelände des AK Barmbek leidet. Anwohner fordern schraffierte Straßenareale

Von Ruth Heume
Barmbek
So war es eigentlich nicht geplant: Das Quartier 21, die grüne Wohnidylle auf dem ehemaligen Gelände des AK Barmbek, leidet zunehmend unter der chaotischen Parksituation. Bei einer Informationsveranstaltung vor fünf Jahren, so berichtet eine Wochenblatt-Leserin, habe es noch geheißen: Es wird nur in den Haltebuchten und Tiefgaragen geparkt werden. Auch 2012 konnte das Wochenblatt noch von paradiesischen Zuständen berichten: Auf Straßen parkende Autos seien die Ausnahme. Schließlich verfügen die Häuser über ausreichend Tiefgaragenplätze. Die Realität sieht heute anders aus. Die engen Straßen, die allesamt in beide Richtungen befahren werden dürfen, sind grundsätzlich komplett zugeparkt. Bei Gegenverkehr muss regelmäßig einer der beiden Autofahrer bis zur nächsten Kreuzung zurücksetzen.

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Die Lebensqualität im schönen neuen Barmbeker Wohnquartier beginnt zu leiden. Besonders schlimm ist es im Bereich des Seniorenpflegezentrums Integra. Um die Parkgebühren auf dem benachbarten Krankenhausparkplatz zu sparen, parken Krankenhausbesucher gerne auf den benachbarten Straßen. Dabei werden auch häufig die Bürgersteige und die Kreuzungen zugeparkt, bestätigt Heimleiterin Marion Hildebrandt. Für Senioren, die mit Rollstuhl oder Rollator die Straße überqueren möchten, kann das zu einem echten Problem werden. Auch der hauseigene Parkplatz – deutlich als Privatparkplatz gekennzeichnet – werde häufig von Krankenhausbesuchern zweckentfremdet. Man erwäge bereits die Installation einer Schranke, so die Heimleiterin. Mit der Polizei sei man dazu bereits im Gespräch. Dabei herrscht rein rechnerisch gesehen eigentlich kein Parkplatzmangel im Quartier. In allen Tiefgaragen seien noch Plätze frei, bestätigt Hans Stapelfeldt, erster Vorsitzender des Nachbarschaftsvereins. Auch er glaubt, dass die Parksituation durch Krankenhausbesucher und Flughafen-Nutzer, aber auch Quartiersbewohner verursacht wird. Auf Anregung des Nachbarschaftsvereins sollen jetzt besonders kritische Flächen, beispielsweise im Bereich des Seniorenpflegezentrums sowie der Müllstationen, schraffiert werden. Derzeit warte man noch auf die Zusage des Tiefbauamtes, wann diese Maßnahme erfolgen soll.


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1 Kommentar
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Michael Kahnt aus Barmbek | 08.09.2016 | 12:27  
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