„Plietsche“ Sache für die Nachbarn in Hamburg

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Britta Dönselmann, Marius Katzer, Steffen Sauthoff, Björn Meve, Siglinde van Huffel, Sabine Brahms, Herbert Seifert Foto: gm

Nachbarschaftsverein will soziale Kontakte in Barmbek fördern

Hamburg. Es ist niemand da, der das Bild an die Wand hängt? Wer springt ein, wenn das Kind in den Kindergarten gebracht werden muss? Manchmal würde man aber auch selbst gerne anderen helfen. Der neue Nachbarschaftsverein „plietsch“, ein Projekt des Vereins Freundeskreis Oberaltenallee, will in Barmbek-Nord rund um den Rungestieg und den Hartzlohplatz Unterstützung von Nachbarn für Nachbarn organisieren.
Das Projekt richtet sich an alle, die „Geber“ oder „Nehmer“ von Hilfen sein möchten. Denkbar sind auch Unterstützungen wie Balkonpflege oder gelegentliche Fahrdienste. „Im Vordergrund steht immer der Sozialkontakt im Wohnquartier. Wir wollen Menschen jeden Alters zusammenbringen und Unterstützungsleistungen vermitteln“, sagt Sabine Brahms, ehrenamtliche Mitarbeiterin des Freundeskreises. „Wir möchten, dass jeder, vor allem auch die Älteren, möglichst lange in der vertrauten Umgebung wohnen bleiben können.“ Oft möchten freiwillige Helfer sich dabei gern etwas hinzuverdienen. Kleine Entgelte sollen daher Ausdruck der gegenseitigen Wertschätzung sein. Für eine halbe Stunde an aufgewandter Zeit zahlt ein Nehmer beispielsweise drei Euro, von denen 2,50 Euro als Auslagenerstattung an den „Geber“ gehen. 50 Cent behält der Verein für Telefon- und Versicherungskosten ein. Bei Fahrdiensten fallen für den „Nehmer“ zusätzlich 30 Cent pro Kilometer Fahrstrecke an.
Bereits aktiver Unterstützer des neuen Projekts ist Pastor Harald Ehlbeck von der Kirchengemeinde St. Gabriel, der seinen Schwerpunkt in der Begleitung von jüngeren und älteren Senioren setzt.
„Plietsch“ wird im SAGA-GWG-Neubau in der Rungestraße 12, in dem 73 barrierefreie Wohnungen entstehen, ab Fertigstellung - voraussichtlich Ende 2014 - ein Freiwilligenbüro mitnutzen, in dem die Nachbarschaftshilfe koordiniert wird. (gm)
Infoveranstaltung am 17. September um 17.30 Uhr im Gemeindehaus St. Gabriel, Hartzlohplatz 17
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