Rassismus auf dem Schulhof

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Auch in Barmbek wird zurzeit in der „Woche des Gedenkens“ der Opfer des Nationalsozialismus gedacht. Viele Veranstaltungen erinnern daran, wie damals bestimmte Gruppen wie Juden, Sinti und Roma, Behinderte und Homosexuelle verfolgt und getötet wurden – nur weil sie anders waren. Umso erschreckender finde ich die rassistischen Schimpfwörter, die man heute noch auf den Schulhöfen hört, wie zum Beispiel: „Zigeuner“. Aber auch „Jude“ oder „Pole“ werden als Schimpfwörter benutzt. Da Polen angeblich klauen sollen, sagt man heute oft einfach nur „Pole“ statt „Dieb“. Damit begibt man sich auf unterstes Niveau.
Was mich auch immer wieder aufregt ist, dass eine sexuelle Orientierung als Schimpfwort benutzt wird, wie zum Beispiel: „Schwuchtel“. Homosexuelle wurden und werden, genau wie Juden, in vielen Ländern noch immer verfolgt, ins Gefängnis gesteckt und/oder umgebracht.
Das allseits beliebte: „Hurensohn“ ist auch eines der sinnlosesten Wörter, da man das theoretisch nur sagen kann, wenn die Mutter Prostituiert ist. Praktisch wird es trotzdem überall gegen alle möglichen Leute verwendet.
Jetzt gibt es auch schon länger völlig lächerliche und sinnfreie Schimpfwörter wie: „Lauch. Dieses Schimpfwort zeugt einfach von einer herrlichen Überkreativität, da man erst einmal darauf kommen muss, ein Gemüse als Schimpfwort zu benutzen. Den meisten Leuten, die Schimpfwörter wie „Jude“ etc. benutzen, geht es vermutlich nicht um den Inhalt, sondern einfach nur darum jemanden zu beleidigen. Meiner Meinung ist das rassistisch, diskriminierend oder einfach nur sinnlos!
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