Sanierungsbeirat Barmbek wird 10 Jahre

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Die Mitglieder des Sanierungsbeirats im Jahre 2007 vor dem Stadtteilbüro in der Hellbrookstraße 57. Viele der Gründungsmitglieder sind bis heute dabei Foto: BIG Städtebau
 
Pastor Rainer Hanno (li.) und Buchhändler Ulrich Hoffmann bei der Hertie-Abrissparty 2014 Foto: BIG Städtebau

Nach all den Jahren ist es Zeit für einen Rückblick und die Frage: Wie geht es weiter?

Von Ruth Heume
Barmbek
Nach dem Motto „Unser Barmbek soll schöner werden“ wurde 2005 das Gebiet rund um den südlichen Teil der Fuhlsbüttler Straße vom Hamburger Senat als Sanierungsgebiet festgelegt. Noch bis Ende 2017 erhält das „Fördergebiet Barmbek-Nord S1“ Gelder aus Mitteln der Städtebauförderung. Eine wichtige Rolle in diesem Prozess spielt der 2006 gegründete Sanierungsbeirat. Nach zehn Jahren ist es nun Zeit für einen Rückblick – aber auch für eine kleine Feier. Und vor allem für die Frage: Wie geht es weiter? Der Sanierungsbeirat besteht aus Vertretern der politischen Fraktionen, der anliegenden Grundeigentümer und Einzelhändler, der sozialen und kulturellen Einrichtungen sowie der Anwohner. 15 stimmberechtigte Mitglieder gibt es, aber auch viele weitere Interessierte nehmen regelmäßig an den zweimonatlich stattfindenden Sitzungen teil. Die Leitung haben die BIG Städtebau sowie die Sanierungsbeauftragte des Bezirksamtes Hamburg-Nord. Die Beschlüsse des Beirats haben einen empfehlenden Charakter und werden an die politischen Ausschüsse weitergeleitet, die in der Regel den Empfehlungen folgen.
Einige Projekte hat der Sanierungsbeirat in den vergangenen zehn Jahren begleitet: die Umgestaltung des Barmbeker Bahnhofs, den Hertie-Abriss, die Erweiterung der Zinnschmelze, die Neugestaltung der Fuhlsbüttler Straße und viele mehr.

Vermittler im Stadtteil


Carolin Ahrens von der BIG Städtebau ist von Anfang an dabei und hat in den zehn Jahren viel erlebt. Vor allem ein außergewöhnlich großes Engagement der Barmbeker. „Wir hatten auch strittige Themen“, erinnert sie sich. „Aber am Ende besinnen wir uns immer wieder auf die gemeinsame Sache.“ Und oft half es auch, die Dinge mit Humor zu nehmen. So wie die unendliche Geschichte des Fuhle-Umbaus. Weitere Bauprojekte werden folgen, aber auch andere Themen sollen in Zukunft wieder mehr im Mittelpunkt stehen. „Wir sehen uns als Vermittler und haben ein Ohr für die Menschen vor Ort“, sagt ihr Kollege Mateusz Lendzinski, der seit 2015 dabei ist. Zentrale Anlaufstelle ist das Stadtteilbüro in der Hellbrookstraße 57, das dienstags von 14 bis 17 Uhr und nach Vereinbarung geöffnet ist. Ebenfalls für die Belange des Stadtteils engagiert sich seit 2013 der Stadtteilrat Barmbek-Nord. Über eine Zusammenlegung der beiden Gremien wird nun nachgedacht. Dazu wird es Anfang Februar einen Workshop mit Teilnehmern aus beiden Gruppen geben. Gefeiert wird das zehnjährige Bestehen am 15. Dezember in den Räumen der Zinnschmelze. Eingeladen sind ausdrücklich auch alle, die sich für eine Mitarbeit in einem zukünftigen Gremium für den Stadtteil Barmbek-Nord interessieren. Die Feier ist eine gute Gelegenheit, sich unverbindlich zu informieren und mit den Mitgliedern sowie Vertretern der BIG Städtebau zu sprechen. „Es wäre sehr schade, wenn so viel Engagement verloren ginge“, sagt Carolin Ahrens, der das Projekt über die Jahre ans Herz gewachsen ist. Besonders die Bewohner der neuen Wohnquartiere möchte sie auffordern, sich zu engagieren. „Es ist eine große Chance, das Leben im Stadtteil mitzugestalten.“

15. Dezember, 18.30 Uhr, Zinnschmelze, Maurien-straße 19, Anmeldung bis zum 30.11. an m.lendzinski@big-bau.de. Mehr Infos unter: www.barmbek-baut.de
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