Schön für die 100-Jahr-Feier in Hamburg

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Pastorin Dorothea Neddermeyer und der neue Pastor Heiko Landwehr freuen sich auf die 100-Jahr-Feierlichkeiten ihrer OstsrkircheFotos: Busse
 
Vor 100 Jahren, am 29. März 1914, wurde die Osterkirche eingeweiht Foto: Barth

Auftakt zum Osterkirchen-Jubiläum

Von Christina Busse
Hamburg. „Die Osterkirche ist für viele Menschen der Eingang zum Stadtteil“, sagt Pastorin Dorothea Neddermeyer. Der markante Bau an der Bramfelder Chaussee 200 ist ein besonderes Schmuckstück, das den Stadtteil in der wichtigsten Zeit seines Entstehens und Wachsens stets begleitet hat und einen Teil seiner Identität ausmacht. Genau seit 100 Jahren begrüßt die Kirche, die 1913/14 als achteckiger Rundbau nach Plänen von Wilhelm Voigt erbaut wurde, die Reisenden aus Richtung Hamburg – ein Jubiläum, das jetzt mit vielfältigen Veranstaltungen gefeiert wird. Wenn auch etwas anders als vor einhundert Jahren. Denn auch am 29. März 1914, als die Kirche in einem festlichen Gottesdienst geweiht wurde, verstand man zu feiern. Die Honorationen trafen sich zum anschließenden Festessen im Restaurant „Seehof“, dort wurde vom Helgoländer Steinbutt über Ragout nach Bismarckart bis hin zu Ananas-Gefrorenem und Käseplatte vornehm getafelt, wie die gut erhaltene Menükarte beweist. Als besonderes Geschenk ließ Kaiserin Auguste Victoria (1858 - 1921) eine in Leder gebundene und messingbeschlagene Bibel überbringen – von ihr mit einer handschriftlichen Widmung zur Einweihung versehen. Heute, einhundert Jahre und einige Veränderungen im Inneren der Kirche später, feiert die ganze Gemeinde zusammen mit dem Stadtteil den Geburtstag der Osterkirche, die übrigens erst 1938 zu ihrem Namen gekommen ist. Doch ganz nach dem Motto „Erst die Arbeit, dann das Vergnügen“, bildet die Vorbereitung auf das Kirchenjubiläum eine gemeinsame Putzaktion. Am kommenden Freitag, 21. März, sind von 16 bis 18 Uhr freiwillige Helfer und Helferinnen willkommen, die Kirche zu den Jubiläumsfeierlichkeiten in ihrer ganzen Schönheit erstrahlen zu lassen. Auch das Außengelände, das im vergangenen Jahr im Zuge des Neubaus des Gemeindehauses einladend gestaltet wurde, soll auf Hochglanz gebracht werden. Eigenes Reinigungsgerät, wie Besen und Harke, kann dazu gerne mitgebracht werden. Nach dem praktischen Auftakt findet am Sonntag, den 29. März, um 19 Uhr die musikalische Eröffnung der Jubiläumsfeierlichkeiten statt. Die Bramfelder Kantorei führt den „Messias“ von Georg Friedrich Händel auf. Viele Künstler, die der Osterkirche seit langen verbunden sind, wirken an diesem Abend mit: Konzertmeister ist Vladimir Anochin, die musikalische Gesamtleitung hat Kantor Werner Lamm. Es singen Miriam Sharoni (Sopran), Tiina Zahn (Alt) Jan Kehrberger (Tenor), Rainer Schnös (Bass) und die Bramfelder Kantorei. Es spielt das Harburger Kammerorchester. Karten sind im Vorverkauf in den Kirchenbüros der Osterkirche und der Simeonkirche zu 15 Euro, ermäßigt 8 Euro, erhältlich. Restkarten an der Abendkasse. Zum Kirchweihtag am Sonntag Judika, der in diesem Jahr auf den 6. April fällt, lädt die Osterkirche um 11 Uhr zum Festgottesdienst mit Bischöfin Kirsten Fehrs ein. Im Anschluss findet im Gemeindezentrum ein Empfang statt, zu dem alle herzlich willkommen sind. Eine abwechslungsreiche Festwoche mit buntem Programm folgt vom 18. bis 25. Mai, unter anderem mit den „Tüdelboys“, offenem Singen, historischer Revue, Tag der Kitas, Jugendband-Festival, Gospel, Familiengottesdienst, Frühschoppen und Geburtstagsfest drinnen und draußen. „Wir freuen uns schon sehr darauf“, betonen Pastorin Dorothea Neddermeyer und ihr neuer Kollege Heiko Landwehr. Die Feierlichkeiten zum Jubiläum sollen dazu beitragen, die Bramfelder, darunter rund 5.500 Gemeindemitglieder, zusammenzuführen. „Dank der Neugestaltung im Außenbereich sind wir wieder sichtbarer geworden. Unser Kirchplatz ist wieder ein Platz der Begegnung geworden“, beobachtet Dorothea Neddermeyer, die seit 2002 an der Osterkirche tätig ist.

Der neue Pastor

Er ist der neue Pastor an der Osterkirche, aber sein Gesicht wird vielen schon bekannt sein: Heiko Landwehr war bereits im Anschluss an sein Studium von 2006 bis 2008 als Vikar in der evangelisch-lutherischen Gemeinde tätig. An der Schule am Hegholt hat er Religion unterrichtet. Nach fünf Jahren als Pastor in einer dörflichen Kirchengemeinde bei Lübeck ist der 41-Jährige jetzt mit seiner Familie gerne wieder nach Bramfeld zurückgekehrt. „Ich mag die Offenheit der Menschen, der Stadtteil ist bunt und international“, freut sich der gebürtige Hamburger, der sich hier sehr willkommen fühlt. „Mir gefallen die lebendigen Gottesdienste und die Kirchenmusik, die neue Kita, das lichtdurchflutete Gemeindezentrum, aber auch die regionale Zusammenarbeit“, fasst er zusammen. In der Gemeindearbeit liegen ihm vor allem die Kinder und
Jugendlichen am Herzen. Nach der Konfirmation soll es für die jungen Menschen weiterführende Angebote geben, wie Jugendgottesdienste und Jugendgruppen. „Es ist besonders wichtig, Menschen in Übergangssituationen zu begleiten, auf dem Weg ins Erwachsenenleben genauso wie beispielsweise Eltern von kleinen Kindern, die ihre Selbständigkeit entwickeln“, erläutert Landwehr, der selbst drei kleine Kinder hat. (cb)
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