Schön, praktisch, von Schülern gemacht

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Jahresarbeiten der Textiltechnik (v. l.): Agron Salai, Lehrerin Susanne Ernst-Paoli, Michelle Noeske, Jennifer Weise ,Jagoda Sabonovic, Mariana Röske Fotos:ba

Die Jahresabschlussarbeiten der Stadtteilschule Bramfeld sind Dinge fürs Leben

Hamburg. Ab Donnerstag sind Ferien, und Schüler wie Lehrer der Stadtteilschule Bramfeld sehen den freien Sommertagen freudig entgegen. Zuvor haben aber insbesondere die Zehntklässler richtig geackert – das gesamte Schuljahr über waren sie für ihre sogenannte „praktische Jahresabschluss-Arbeit“ im Einsatz.
Und sie wissen, was sie getan haben, denn die Resultate ihrer Anstrengungen sind sprichwörtlich greifbar: massive Holztische, - hocker und -regale etwa, die einen Vergleich mit gekauften aus dem Fachhandel nicht scheuen müssen. Oder Ballkleider, Patchwork-Decken und selbstdesignte und genähte Taschen. Und nicht zu vergessen die zahlreichen Kunstwerke in Acryl oder Öl gemalt, die - gemeinsam mit den anderen Arbeiten – in der kleinen Mensa der Schule hängen.
Solche praktischen Ergebnisse seien für Hamburger Schulen ungewöhnlich, betont Schulleiter Thomas Berger, der auf dieses „Alleinstellungsmerkmal“ auch entsprechend stolz hinweist.
Bereits seit 1989 arbeitet die Stadtteilschule Bramfeld als eine der ersten Schulen Hamburgs nach dem Technikkonzept, dessen Ziel eine technische Grundbildung ist. Im Mittelpunkt steht dabei handlungsorientiertes und praktisches Arbeiten. Der Technikunterricht wird durchgehend von der 5. bis zur 10. Klasse durchgeführt. „Die Schülerinnen und Schüler werden altersgerecht in verschiedenen Werkstätten in den Bereichen Holz-, Metall- und Textiltechnik sowie im Technischen Zeichnen unterrichtet“, erklärt Pädagoge und Holztechnik-Lehrer Dieter Grieschat. Das Herstellen von wertigen und nutzbaren Gegenständen stehe als Leitgedanke im Vordergrund des gesamten Unterrichts. Als Abschluss der Grundbildung bestehe die häufig genutzte Möglichkeit einer praktischen Jahresarbeit, die in einer Abschlussausstellung Mitschülern und Eltern präsentiert wird.
Das Material besorgen die Kinder übrigens selbst – wie sie auch die Entwürfe ganz nach ihren Wünschen und Bedürfnissen gestalten. Denn zu guter Letzt dürfen ihre Werke mit nach Hause nehmen – und dort ganz praktisch nutzen. (ba)
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