Spende für junge Leute in Hamburg

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Die Bewohner der ASB-Jugendwohnung freuten sich sehr über den Spendenscheck, den Haspa-Vertreter Markus Urbanietz (2. von rechts) persönlich vorbeibrachte Foto: Burmeister

5.000 Euro aus Haspa-Lotterie für ASB-Einrichtung

Von Britta Burmeister
Hamburg. Mit einem großzügigen Nikolausgeschenk im Gepäck besuchte jetzt Markus Urbanietz von der Abteilung Gesundheitswirtschaft der Hamburger Sparkasse die Jugendwohnung des Arbeiter-Samariter-Bundes (ASB) in Barmbek.
Im Namen der Haspa-Lotteriesparer überreichte er einen Scheck im Wert von 5.000 Euro an Einrichtungsleiterin Jasmin Sieksmeier. „Wir freuen uns sehr über diese Unterstützung“, sagte sie. „Von dem Geld werden wir Laptops anschaffen, die unsere Jugendlichen für ihre Hausaufgaben benötigen. Außerdem stehen Musikinstrumente, Fahrradständer und Schwimmkurse auf dem Wunschzettel.“

Elf junge Flüchtlinge

Die ASB-Jugendwohnung in Barmbek ist seit gut einem Jahr das Zuhause für elf Jugendliche, die ohne Begleitung eines Erwachsenen aus ihrer Heimat geflohen sind, um hier ein neues Leben zu beginnen. „Ich finde es beeindruckend, wie engagiert unsere Jungs sind und wie sehr sie sich trotz der enormen psychischen Belastung anstrengen, ihr Leben hier zu meistern“, sagt Jasmin Sieksmeier.
Erschwert wird der Neustart nicht zuletzt durch den zumeist ungesicherten Aufenthaltsstatus. Die meisten Jugendlichen sind in Deutschland lediglich geduldet.
Das bedeutet, dass die gesetzlich mögliche Abschiebung in ihr Herkunftsland zwar vorübergehend ausgesetzt wird, aber trotzdem möglich bleibt. Hinzu kommt, dass einige in ihrer Heimat oder auf der Flucht traumatische Erlebnisse hatten, die es zu verarbeiten gilt. Auch die dauerhafte Trennung von der Familie und Freunden ist für die Jugendlichen nicht leicht. Hier versucht der ASB ein kleines Gegengewicht zu schaffen: In der Jugendwohnung haben die jungen Männer ein eigenes kleines Zimmer als Rückzugsort, eine Gemeinschaftsküche mit Wohnzimmerbereich und einen kleinen Freizeitkeller mit Tischfußball. Die Mitarbeiter des ASB sind tagsüber vor Ort, um den Jugendlichen zu helfen, im deutschen Alltag Fuß zu fassen. „Am Anfang ist ja alles neu“, gibt Jasmin Sieksmeier zu bedenken. „Die Sprache, die Umgangsformen, das ganze öffentliche Leben! In eigens dafür eingerichteten Schulklassen lernen die jugendlichen Flüchtlinge Deutsch und werden auf den Besuch einer Regelschule oder eine Berufsausbildung vorbereitet.

Für Extras über die Grundversorgung hinaus

Auch Langzeitpraktika helfen, dem Alltag eine Struktur zu geben und eine Zukunftsperspektive zu entwickeln. Die Unterbringung und Betreuung in der Jugendwohnung wird durch das Jugendamt bewilligt. Die Grundversorgung ist dadurch gesichert. Viele Extras sind jedoch nicht drin. Die Möglichkeit, sich um eine Spende aus dem Haspa-Lotteriespartopf zu bewerben, kam Jasmin Sieksmeier daher mehr als entgegen. Beim Lotteriesparen erwerben Haspa-Kunden Sparlose für je fünf Euro. Vier Euro davon werden vom Loskäufer gespart und am Ende eines Sparjahres dessen Sparkonto gut geschrieben.
Von dem verbliebenen Euro fließen 75 Cent in die Gewinnauslosung, bei der die Chance besteht, Geldpreise bis zu 50.000 Euro zu gewinnen. Die übrigen 25 Cent werden als so genannter Zweckertrag für gemeinnützige Zwecke einbehalten und ausgeschüttet. Die Haspa stellt sicher, dass dieses Geld an möglichst viele Einrichtungen in Hamburg und Umgebung verteilt wird.
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