Sport bei großer Hitze vermeiden

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Beim Sport bei großer Hitze empfiehlt Tilman Dörken, Ärztlicher Leiter des Facharztzentrums an der Kampnagelfabrik, mineralstoffreiche Mineralwässer oder Fruchtschorle zu trinken Foto: wb
Winterhude. Trotz hoher Temperaturen wollen viele Hamburger nicht auf Sport verzichten. Aber ist Sport bei dem Wetter noch gesund? Bei Hitze sollten die Sportler jedoch einige Dinge beachten.
Durch die Hitze kommt es besonders beim Sport zum vermehrten Flüssigkeitsverlust. Dies ist eine Belastung für das Herz-Kreislauf-System. Ausdauersportarten wie Laufen und Fahrradfahren sind aber selbst bei Temperaturen über 30 Grad möglich. Wichtig ist allerdings die rechtzeitige und ausreichende Aufnahme von Flüssigkeit. Vor Sportbeginn sollte der Flüssigkeitshaushalt ausgeglichen sein. Während der sportlichen Belastung kann dann regelmäßig in kleinen Portionen getrunken werden, in der Regel jedoch nicht mehr als 600 - 800 Milliliter pro Stunde.
Tilmann Dörken, Facharzt für Innere Medizin und Kardiologe, Ärztlicher Leiter am des Facharztzentrums an der Kampnagelfabrik: „Bei Ausdauerbelastungen über ein bis zwei Stunden droht ein Abfall der Natriumkonzentration im Blut. Neben einem Kohlenhydratzusatz sollte dann auch Natrium im Sportgetränk enthalten sein. Statt spezieller Sportgetränke reichen mineralstoffreiche Mineralwässer oder Fruchtschorle. Grundsätzlich ist ein konzentrierter, dunkler Urin ein Hinweis auf eine zu geringe Flüssigkeitsaufnahme“
Bei diesen Temperaturen sollte die Sportkleidung aus dünnem, feuchtigkeitsaufnehmendem und wärmedurchlässigem Gewebe sein. Es sollte locker auf der Haut aufliegen und eine rasche Verdunstung des Schweißes möglichst in Hautnähe fördern. Von der Haut entfernter, verdunstender oder gar abtropfender Schweiß leistet keinen Beitrag zur Wärmeabgabe. Outdoor-Sportler brauchen eine Sonnencreme mit hohem Schutzfaktor, insbesondere beim Wassersport. Der Sonnenschutz sollte fettarm und wasserfest sein: Fett verstopft die Poren und behindert das Schwitzen, wasserlösliche Creme dagegen spült der Schweiß schnell ab.
Grundsätzlich ist ein guter Trainingszustand auch ein guter Schutz gegen die Hitze. Am besten ist es frühmorgens Sport treiben, da sind die Ozonwerte und die Temperaturen am niedrigsten. Abends dauert es meist sehr lange, bis die Temperaturen wieder erträglich werden. Zwischen 12 - 15 Uhr ist die Sonneneinstrahlung am höchsten.
Wer regelmäßig Sport treibt, ist am besten gegen die Hitze geschützt. Der trainierte Körper kann sich besser an die äußeren Bedingungen anpassen, Sportler schwitzen besser und verlieren weniger Elektrolyte als Untrainierte. Dennoch müssen Menschen mit Vorerkrankungen, z. B. des Herzkreislaufsystems, besonders aufpassen. Sie sollten das Training am besten vorher mit einem Arzt absprechen.
Wann sollte ich mit dem Training aufhören? Tilman Dörken: „Treten Kopfschmerzen, Übelkeit, Hitzegefühl im Kopf, Schwindel, Unruhe, Schüttelfrost, abfallender Blutdruck oder Sehstörungen auf? In so einem Fall könnten Sie an einer Hitzeerkrankung leiden. Stoppen Sie das Training, gehen Sie in den Schatten, trinken Sie und legen Sie gegebenenfalls die Beine hoch. Wenn die Beschwerden nicht besser werden, dann suchen Sie einen Arzt auf.“ (wb)
Sanitätshaus Lückenotto,
Jarrestraße 6, 22303 Hamburg
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