Stamm der Karlshöher

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Spaß wird großgeschrieben bei den Großstadtindianern auf Gut KarlshöheFoto: Hasseldiek

Seit zehn Jahren erleben die „Großstadtindianer“ Natur auf dem Gut

Bramfeld. Claudia Hasseldiek kann es selbst kaum glauben, wenn sie davon erzählt: Zehn Jahre gibt es die von ihr gegründete Gruppe der „Großstadtindianer“ bereits. Eine Gruppe von zwölf Kindern im Alter von sieben bis vierzehn Jahren, die alle viel gemeinsam haben: Interesse an der Natur und Umwelt, etwas erleben, etwas entdecken und Spaß haben. Und genau das bietet Claudia Hasseldiek.
Die Gymnasiallehrerin gab ihren Beruf auf und ging als Umweltpädagogin in die Selbstständigkeit. Sie führt außerschulische Bildungsveranstaltungen durch, die sich mit Umwelt und Natur befassen und hat damit ihr Hobby zum Beruf gemacht. Die Gruppe der „Großstadtindianer“ leitet sie seit zehn Jahren allerdings ehrenamtlich.
Eine enge Freundschaft verbindet sie mit dem BUND und dem NABU, sie führt auch Veranstaltungen im Haus der BUNDten wNatur durch. Die Großstadtindianer allerdings sind auf Gut Karlshöhe beheimatet. Hier trifft sich die Gruppe einmal wöchentlich, jeden Freitag von 16 bis 18 Uhr. „Mir ist wichtig, dass die Kinder ein sinnvolles Freizeitangebot bekommen“, so die Pädagogin. Ganz bewusst führt Claudia Hasseldiek ihr Programm ohne Leistungsdruck durch.

Wer hilft mit?

„Die Kinder lernen praktisch nebenbei und aus Versehen. Und wie gerne sie das tun, beweist die Tatsache, dass manche Kinder bereits fünf oder sechs Jahre dabei sind. Freie Plätze hat sie nicht, dafür eine Warteliste, die aber kaum kürzer wird, weil die „Großstadtindianer“ bei „ihrem Manitu“ Claudia bleiben wollen. Und auch sie kann sich den Freitagnachmittag ohne „ihre“ Indianer nicht mehr vorstellen.
Gemeinsam erlebt die Gruppe hier Natur wie sie im Stadtalltag sonst kaum vorkommt: Ob Streuobstwiese, Hühner, Schafe, Bienen – es gibt so viel zu sehen, zu erfahren, zu basteln und zu erleben. Dass die Kinder das natürliche Bedürfnis entwickeln, in der Natur zu sein und diese zu respektieren, das erhofft sich die Umweltpädagogin von ihrem Projekt. Dafür geht sie mit den Kindern im Herbst an die Apfelernte und kocht eigenes Apfelmus mit ihnen oder ist im Frühling dabei, wenn Lämmer auf der Schafweide geboren werden oder baut im Sommer ein Insektenhotel für Biene und Co. Das Gut Karlshöhe bietet die beste Umgebung für diese Erlebnisse.
Claudia Hasseldiek wünscht sich allerdings, dass noch mehr Menschen, die „etwas Zeit übrig haben“ sich in diesem Bereich ehrenamtlich engagieren. „Dafür muss man keine Gymnasiallehrerin sein“, betont sie. „Das kann jeder machen.“ (ts)
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