Stammtisch für Visionäre

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Maren Gebhardt aus Barmbek entwickelt an ihrem Schreibtisch nicht nur Strategien für Arbeitssuchende - sie schreibt auch an einem Buch über Modetipps für ältere Menschen. Foto: sl

Maren Gebhardt: „Es gibt so viele Ideen, die nur angepackt werden müssen“

Barmbek. Auch wenn Maren Gebhardt schon seit einigen Jahren im Ruhestand ist, hat sich die Barmbekerin noch lange nicht zur Ruhe gesetzt. Die unternehmenslustige Rentnerin arbeitet an mehreren Projekten gleichzeitig. Eines davon ist ihr besonders wichtig: Ein Stammtisch für Arbeitssuchende und Visionäre, wie sie sich auch selbst bezeichnet.
Denn Maren Gebhardt wird nicht müde, immer wieder Ideen zu entwickeln, mit denen sich zum Beispiel der Arbeitsmarkt revolutionieren ließe. „Ich habe einige gute Strategien zur Arbeitsplatzsuche, vor allem für Leute, die durch das Netz fallen“, sagt sie und meint damit Menschen über 45 Jahre, die wegen ihres Alters nur noch schwer in einen Job zu vermitteln sind. Ihr Konzept, das sie auch dem Arbeitsamt vorlegte, sei besser als die Ein-Euro-Job-Strategie. „Es gibt jede Menge Produktionen, die in Deutschland noch nicht angekommen sind. In Kanada werden zum Beispiel Häuser aus gepresstem Altpapier gebaut“, sagt sie. Diese und andere Ideen würde Maren Gebhardt gerne mit anderen teilen und erweitern. „Das ist eines der Themen für meinen geplanten Stammtisch. Außerdem möchte ich Arbeitssuchenden helfen, sich besser zu präsentieren.“ Vor allem ältere Menschen hätten noch viel zu bieten. „Sie müssen die Firmen nur richtig von ihren Qualitäten überzeugen.“
Darin hat die Barmbekerin Erfahrung. Nachdem sie 20 Jahre lang als Chefsekretärin in einem Golfclub arbeitete, machte sie sich erst mit einem Second-Handel selbstständig. Sie verkaufte gebrauchte Schuhe nach Südafrika. Doch als sie dort übers Ohr gehauen wurde, versuchte sie sich mit etwas ganz anderem: Sie gründete ihre eigene Agentur namens „Triade“ und gab Seminare in Management, Rhetorik, Bewerbungstraining und vieles mehr. Noch bis vor einigen Monaten war die Rentnerin darin tätig und half vielen Unternehmern und Arbeitssuchenden.
Das ist auch jetzt ihr Ziel. Mit ihren Stammtisch möchte sie das Selbstbewusstsein der Menschen stärken und auch jene ansprechen, die sich beruflich verändern wollen. „Es gibt so viele Ideen, die nur angepackt werden müssten. Zum Beispiel könnte man sich Gedanken darüber machen, wozu die Abfallprodukte von Firmen noch nutzbar sind.“ Aber auch Bewerbungstipps wolle sie den Stammtischbesuchern geben. (sl)

Am 8. Oktober soll das erste Treffen des Stammtischs für Arbeitssuchende stattfinden. Um 18 Uhr im Restaurant Mandolina in der Fuhlsbüttler Straße 527.
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