„Stern-Apotheke“ hat neue Chefin

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Vorgänger Jochen Mötting und Nachfolgerin Christiane Harms-Fritsche vor Stern-Apotheke Foto: sb
Hamburg: Hartzlohplatz 7-9 |

Staffelübergabe am Hartzlohplatz in Barmbek: Christiane Harms-Fritsche löst Jochen Mötting ab

Von Sebastian Bertram
Barmbek
Gegen Abschiedsschmerz ist kein Kraut gewachsen – das weiß Apotheker Jochen Mötting (67) nur zu gut. Und so musste er besonders tapfer sein, als am Freitag vergangener Woche seine Stammkunden in Scharen in die „Stern-Apotheke“ am Hartzlohplatz kamen, um ihm persönlich Tschüs zu sagen. Pünktlich zum Monatsende übergab Mötting sein Arzneimittelgeschäft im Barmbeker Norden an seine Nachfolgerin Christiane Harms-Fritsche (50) – nach 36 Jahren.

Viele Blumen zum Abschied


„Meine Freude auf Rente ist gleich Null“, sagt Jochen Mötting über seinen Wechsel in den Ruhestand. „Es tut sehr weh, aufzuhören.“ Die Barmbeker habe er, der immer aus Osdorf zur Arbeit an den Hartzlohplatz gefahren kam, in sein Herz geschlossen. „Hier ticken die Uhren anders. Die Leute sind so erfrischend direkt.“ Unaufhörlich klingelte am Tag seines Ausstands die elektrische Türglocke. Es wurden Hände geschüttelt, Blumen und Geschenke über die Theke gereicht. „Schon meine Eltern wurden hier bestens betreut“, betont die Rentnerin Ursula Dabeler (80) voller Dankbarkeit.

Homöopathie und Kosmetika kommen


Jochen Mötting und seine Stammkunden tröstet, dass die neue Eigentümerin nicht nur das angestammte Team der „Stern-Apotheke“ übernimmt, sondern auch die zum Teil mehr als 80 Jahre alte Einrichtung unberührt lassen möchte. „Nach genau so etwas Charmantem habe ich gesucht“, schwärmt Christiane Harms-Fritsche (50), die 26 Jahre lang in verschiedenen, „allesamt sehr modern gestylten“ Apotheken in und um Hamburg angestellt war. Zwei Wochen lang hat die Groß Borstelerin bei ihrem Vorgänger hospitiert und ist dabei schon mit den Stammkunden der „Stern-Apotheke“ eng auf Tuchfühlung gegangen. Am Hartzlohplatz fühle sich die neue Eigentümerin „mitten in Hamburg wie auf einem anderen Stern“. Die Menschen aus dem Kiez seien sehr herzlich und offen, sagt Christiane Harms-Fritsche. Sie freue sich, mit ihnen gemeinsam in die Zukunft zu gehen – mit eigenen neuen Akzenten, wie etwa Homöopathie und Kosmetika. Aber auch mit dem Bewahren spezieller Traditionen: „Wenn Stammkunden nach dem legendären Honig von Jochen Möttings Frau fragen, werde ich das natürlich vermitteln.“
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