Über 20.000 Bienen gestohlen

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Heinz Korth, Hobbyimker aus Leidenschaft, zeigt eine Wabe seines noch verbliebenen Bienenvolkes. Foto: Hoyer

Imker Heinz Korth: „Das muss ein absoluter Fachmann gewesen sein“

Bramfeld. Eine böse Überraschung erlebte Hobbyimker Heinz Korth, als er am Montagmittag vergangener Woche seine summenden Lieblinge auf dem Gut Karlshöhe aufsuchen wollte: Die Tür des kleinen abgezäunten Areals stand bereits offen, der Überwurfriegel war aus der Verankerung gebrochen. Kurz darauf stellte der 82-jährige Rentner voller Schrecken fest, dass eines seiner beiden Völker mit über 20.000 Bienen von unbekannter Hand gestohlen worden war. „Das muss ein absoluter Fachmann gewesen sein“, so der aus Pommern stammende frühere Diplompädagoge. „Nur ein Imker würde sich zutrauen, einen kompletten Bienenstock abzutransportieren. Ich habe niemals damit gerechnet, dass es solche gemeinen Diebe gibt.“ Ob sich Heinz Korth, der seit 60 Jahren mit Unterbrechungen als Hobbyimker tätig ist, ein neues, etwa 150 Euro teures Volk anschafft, weiß er noch nicht. „Viel mehr Arbeit macht das eigentlich nicht“, sagt der sympathische Rentner, der seine Tiere fast täglich aufsucht, nach dem Rechten sieht und sie bei ihrer emsigen Arbeit beobachtet. Besonders freut es ihn, wenn seine Familie, aber auch gute Freunde, die ein Glas Honig bekommen, den leckeren Ertrag genießen können, geschätzte 30 Kilo pro Volk im Jahr.
Heinz Korth, Mitglied des Imkervereins Bramfeld, weiß um die Bedeutung seiner Tiere und hält sich dabei an Albert Einstein, der sagte: „Wenn die Biene einmal von der Erde verschwindet, hat der Mensch nur noch vier Jahre zu leben. Keine Bienen mehr, keine Bestäubung mehr, keine Pflanzen mehr, keine Tiere mehr, kein Mensch mehr.“
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