Unbürokratische Hilfe

Anzeige
Das Stadtteilcafé A.g.d.a.z. geriet durch hohe Heizkostennachzahlungen in eine bedrohliche Lage. Der Bezirk half.Foto: Sobersko

Bezirk unterstützte Stadtteilcafé A. G. D. A. Z. finanziell

Von Tanja Sobersko
Steilshoop. Das war eine böse Überraschung, die dem A.g.d.a.z. Ende vergangenen Jahres serviert wurde. Im Rahmen der Betriebs- und Heizkostenabrechnung sah sich das Stadtteilcafé A.g.d.a.z. mit einer horrenden Nachzahlung sowie darauf basierenden stark erhöhten Vorauszahlungen für die kommenden Monate konfrontiert. „Es war eine höchst dramatische Situation und wir haben in der Tat befürchtet, dass wir nun tatsächlich dicht machen müssen“, so Cornelia Theel, Vorstandsmitglied bei Stadtteiltreff AGDAZ e.V.. Hilfesuchend wandte sich das A.g.d.a.z. an den Bezirk. Der Verein trug in mühsamer Kleinarbeit Unterlagen zusammen und konnte glaubwürdig belegen, dass diese Kosten nicht vorhersehbar waren und auch nicht durch unsachgemäßen Umgang mit ihren Mitteln zustande gekommen war. Es handelte sich hier um einen absoluten Notfall. Und der Bezirk handelte. Fraktionsübergreifend wurde nach Möglichkeiten gesucht und schließlich auch gefunden. Aus rücklaufenden Restmitteln – also Gelder, die ursprünglich für andere Verwendung eingeplant waren, dann aber nicht abgerufen wurden – konnte ein Betrag zur Verfügung gestellt werden, der dem A.g.d.a.z. im wahrsten Sinne des Wortes das Leben rettete. Cornelia Theel dazu: „Unser Dank gebührt dem Bezirk und allen Fraktionen, die sich so für uns eingesetzt haben. Hätten wir diese Unterstützung nicht erfahren – es wäre mit Sicherheit das Aus für das Stadtteilcafé gewesen“, so Theel. Die aktuelle Notlage ist abgewendet, aber das Stadtteiltreff sieht sich schon bald mit neuen Herausforderungen konfrontiert. Im Rahmen des Abriss des Bildungszentrums und dem Neubau der Schule am See, könnte auch das Gebäude, in dem das A.g.d.a.z. jetzt noch beheimatet ist, betroffen sein. „Natürlich würden wir am liebsten hier bleiben“, so Cornelia Theel, „aber wir wissen nichts Genaues. Und selbst wenn wir in den neuen Gebäuden, die entstehen, mit unterkommen sollten, dann ist zum einen klar, dass es eine Raumnot geben wird und zum anderen werden diese neuen Räume sehr viel teuer sein.“ Es könnte eine weitere Zitterpartie für das A.g.d.a.z. bedeuten. (ts)
Anzeige
Anzeige
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.
Anzeige
Anzeige