Und jetzt steht es doch...

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Wird es genutzt? Das neue Haltestellenhäuschen an der Busstation Bramfelder Dorfplatz ist umstritten. Der Standort scheint nicht optimal gewählt. Foto: Sobersko

Nach langem Hin und Her: Haltestellen-Unterstand wurde aufgebaut

Bramfeld. Einige Male hatte das WochenBlatt im vergangenen Jahr über den Zankapfel Baugrube beziehungsweise Haltestellenunterstand direkt vor dem Restaurant Diamanti am Bramfelder Dorfplatz berichtet. Zuerst gab es monatelang eine verlassene Baugrube, an der sich nichts tat, dann verschwand diese und es gab keinen Hinweis darauf, dass der Fahrgastunterstand kommen würde und ganz plötzlich steht es dann doch da, das Haltestellenhäuschen. Das Bezirksamt Wandsbek teilte auf Anfrage mit, dass eine Genehmigung schon seit langer Zeit vorlag. Gebaut werden konnte also jederzeit, lediglich eine Einigung mit dem Restaurantbetreiber und auch dem Grundeigner sorgten für Verzögerung. Dann ging – sozusagen über Nacht – alles ganz schnell. Obwohl die Familie Diamanti sich bis vor kurzem noch im Gespräch mit dem Bezirksamt befand und es demnächst einen Termin geben sollte, auf dem über einen möglichen anderen Standort für den Unterstand gesprochen werden sollte, kam es urplötzlich ganz anders: Am letzten Freitag im November bekam die Familie Diamanti einen Anruf, der ihnen mitteilte, dass am Montag der Fahrgastunterstand an der ursprünglich geplanten Stelle gebaut werden würde. Die Familie Diamanti wurde vor vollendete Tatsachen gestellt und fühlt sich verschaukelt. „Eben hieß es noch, es gibt einen gemeinsamen Gesprächstermin und plötzlich meldet man sich nicht mehr bei uns. Und dann wird innerhalb von ein paar Tagen das Häuschen gebaut. Das finde ich nicht gerade „bürgernah“, solch ein Verhalten“, empört sich Martina Diamanti. Außerdem nutze auch kaum ein Fahrgast diesen Unterstand. Er sei viel zu weit weg von der Haltestelle und viele ältere Menschen hätten Angst, es von dort aus nicht rechtzeitig zum Bus zu schaffen. Die Fahrgäste hingegen äußern sich positiv. So wie Hanna G. aus Steilshoop. „So was hat hier schon lange gefehlt. Endlich kann man sich mal unterstellen oder seine Tasche auf der Sitzgelegenheit abstellen. Ich werde das Häuschen regelmäßig nutzen“. Aber: Sie steht nicht unter dem Unterstand, sondern direkt an der Haltebucht. Auf Rückfrage, warum sie das Häuschen jetzt nicht nutze, antwortet sie: „Na ja, weil jetzt gleich mein Bus kommt. Da bin ich doch hier viel näher dran.“ (ts)
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1 Kommentar
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Maren Gebhardt-Bruderhausen aus Barmbek | 12.01.2013 | 20:17  
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