Von Brooklyn nach Barmbek

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Die gute Anbindung an die U-Bahn und der HAW-Standort Finkenau sind ausschlaggebend für die Standortwahl. Der Gewerbehof soll vor allem Start-up-Unter- nehmen ansprechen. Baubeginn ist vermutlich schon im Sommer 2017

Projektentwickler informiert über geplanten Gewerbehof für Kreative und Handwerker

Barmbek Am Holsteinischen Kamp/Ecke Marschnerstraße tut sich etwas: Auf der Fläche einer ehemaligen KFZ-Werkstatt wird ein neuer Handwerker- und Gewerbehof entwickelt. Dort sollen zukünftig kleine und mittlere Betriebe aus den Bereichen Handwerk, Kreativwirtschaft und Kultur ein Zuhause finden. Eine Info-Veranstaltung zu dem Projekt findet am heutigen Mittwoch um
19 Uhr im Barmbek Basch statt.

Vorbild bei der Namensgebung ist eine Initiative aus dem New Yorker Stadtteil Brooklyn, die das Label „Built in Brooklyn“ – in etwa: gebaut in Brooklyn – etablierte. Auch in Barmbek soll zukünftig gebaut, erschaffen und produziert werden, eben „Built in Barmbek“ – Industrie 4.0 mitten in der Stadt.
Kurt Reinken, Projektleiter der steg Hamburg mbH: „Ausschlaggebend für die Standortwahl ist unter anderem die sehr gute Anbindung an die
U-Bahnstation Hamburger Straße sowie die Nähe zur Hochschule für angewandte Wissenschaften (HAW) Finkenau gewesen, denn neben etablierten Betrieben möchten wir vor allem junge Start-up-Unternehmen durch die zentrale Lage, günstige Mietpreise und einen innovativen Nutzermix ansprechen.“
In dem neuen Gewerbehof sollen zwar auch typische Werkstätten einziehen, doch abgesehen davon ist die Nutzerpalette alles andere als klassisch. Im Erdgeschoss ist eine Manufaktur aus dem Lebensmittel-Bereich vorgesehen, und in den oberen Etagen des insgesamt fünfgeschossigen Gebäudes finden sich Tonstudios, Proberäume, Gewerbeateliers und Mikrobüros für junge Unternehmen. Die Dachfläche bietet die Möglichkeit zum Urban Farming. Neu für Hamburg ist auch der Tech Hub, ein High Tech-Maschinenpark, in dem eigene technische Entwicklungen produziert werden können. Dazu Reinken: „Die Idee für den Tech Hub stammt aus den USA und beruht auf dem Gedanken, sich Produktionstechniken wieder selbst anzueignen. Im Tech Hub stehen den Nutzern zum Beispiel 3-D-Drucker, Industrienähmaschinen und CNC-Fräsen rund um die Uhr zur Verfügung, bei Öffnungszeiten und Preisen, die mit einem Fitnessstudio vergleichbar sind.“ In München wurde mit dem sogenannten Makerspace bereits ein erfolgreicher Tech Hub realisiert.
Baubeginn für „Built in Barmbek“ ist der Sommer 2017. Eröffnet werden soll der neue Gewerbehof dann Ende 2018. Reinken: „Das Nutzungskonzept lässt viel Raum für weitere Ideen. Interessenten können sich jederzeit mit Ideen und Fragen an uns wenden.“
Der Öffentlichkeit vorgestellt werden soll das neue Projekt in einer Info-Veranstaltung, die am 29. Juni um 19 Uhr im Barmbek Basch in der Wohldorfer Straße 30 stattfindet. Die steg Hamburg mbH lädt alle Interessierten und Nachbarn ein. (wb)
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