Warten auf neue Sporthallen in Hamburg

Anzeige
Das Computer-Modell der neuen Zweifeld-Sporthalle der Stadtteilschule Bramfeld Visualisierung: Architektenbüro Leuschner Gänsicke
 
Am 27. August 2012 ging die Einfeld-Sporthalle der Stadtteilschule Bramfeld in Flammen auf Foto: wb

Drei Projekte in Arbeit – doch sie sind für Bramfelder SV auch Herausforderung

Von Mathias Sichting
Hamburg. Mit 4.300 Mitgliedern aus allen Altersbereichen ist der Bramfelder SV der größte Sportverein in der Region Bramfeld und Steilshoop. Über 200 überwiegend ehrenamtliche Trainer, Übungsleiter und Betreuer trainieren die Mitglieder regelmäßig. Doch jetzt wird der Bewegungsdrang der Vereinsmitglieder teilweise gebremst. „Uns bereitet Probleme, dass aktuell drei Turnhallen saniert beziehungsweise neu gebaut werden. Trainingszeiten werden zurzeit halbiert oder Felder geteilt“, klagt Daniel Schalin, Geschäftsführer des Bramfelder SV. Um alle Mitglieder in den Kursen unterzubringen, braucht der BSV Platz.
In Bramfeld wird aktuell an der Sporthalle der Stadtteilschule am Dorfplatz, an der Halle der Grundschule Karlshöhe am Hohnerkamp 58, sowie an den Sport- und Gymnastikhallen der Schule An der Seebek in der Fabriciusstraße 150 gearbeitet. Die Wochenblatt-Redaktion hat nachgehakt, wie lang die Situation für die Vereine noch angespannt bleibt und was genau gebaut wird.
Am Bramfelder Dorfplatz wird das größte Sporthallenbauprojekt im Stadtteil realisiert. Dort entstehen bis August 2015 für knapp 5,7 Millionen Euro eine neue Zweifeldhalle und elf integrierte Klassenräume. Nach einem Brand im August 2012 bestand dringender Handlungsbedarf. Der längerfristig geplante Neubau wurde um drei Jahre vorgezogen, damit unter anderem auch der Schulsport wieder unkompliziert und ohne lange Wege durchgeführt werden kann.
Am Hohnerkamp 58 werden seit März unter Denkmalschutzaspekten Sanierungsarbeiten am Inneren und Äußeren der Sporthalle vorgenommen. Für etwa 900.000 Euro wird bis August 2014 unter anderem der Sportboden saniert, der Sanitärbereich um eine behindertengerechte Toilette erweitert und die veraltete Gebäudetechnik modernisiert. Die Gymnastikhalle wird ab Januar 2015 bis April 2016 für etwa 300.000 Euro umgebaut.
Für insgesamt knapp 1,1 Millionen Euro werden in der Fabriciusstraße 150 die Sport- und Gymnastikhalle saniert. Die Arbeiten werden aber schrittweise ausgeführt. Aktuell saniert der Bezirk die Gymnastikhalle der Schule An der Seebek bis Ende Mai 2014 für 500.000 Euro. Es werden Fenster, Türen und Tore erneuert sowie der Sanitärbereich auf den neuesten Stand gebracht. Auf die Fertigstellung der Sporthalle müssen die Nutzer noch bis 2021 warten. Ab 2019 soll diese in einer zweiten Bauphase für 615.000 Euro erneuert werden. Bereits vor vier Jahren wurde hier gebaut und eine geringfügige Astbestbelastung beseitigt. Bis zum Baustart in fünf Jahren dürfen die Bramfelder hier also noch bedenkenlos turnen.

Temporärer Ersatz

„Ausweichmöglichkeiten werden in Zusammenarbeit mit dem Bezirk nach Möglichkeit zur Verfügung gestellt. Das Bezirksamt Hamburg-Wandsbek hat individuell Ausweichhallen in benachbarten Schulen zur Verfügung gestellt. Zum Teil konnten auch durch die Vereine schon genutzte Hallen als temporärer Ersatz genutzt werden“, so Sprecher Daniel Stricker von der Finanzbehörde der Hansestadt Hamburg.

„Keine Ausweichhallen“

BSV-Geschäftsführer Daniel Schalin ist grundsätzlich froh über die Sanierung der Hallen. Er beklagt allerdings, dass „es keine adäquaten Ausweichhallen oder –zeiten gibt.“ Der BSV trainiert in Bramfeld in insgesamt 14 Sporthallen. Die Auslastung liegt laut Schalin bei 97 Prozent. „Wenn dann drei Hallen wegfallen, wird es schwierig. Die Situation war schon immer angespannt. Durch die Sperrungen verdichtet sich das jetzt. Wir kompensieren die Ausfälle durch das Zusammenrücken aller Abteilungen und mussten einigen Mannschaften auch schon Hallenzeiten wegnehmen und diese verteilen. Uns wurden Zeiten angeboten, über die wir schon eh verfügen. Um 21 Uhr kann ich unter der Woche aber keinen Jugendlichen mehr zum Sport schicken“, so Schalin abschließend.
Die Athleten müssen sich noch etwas gedulden, bis alle Sporthallen fertig gestellt sind. Die Sportler hoffen jetzt, dass auch in den Ferien mit Hochdruck gebaut wird und sich die Situation schneller entspannt als geplant.
Anzeige
Anzeige
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.
Anzeige
Anzeige