Weiter Warten auf „weißen Rauch“

Anzeige
Ein Blick in den imposanten Gottesdienstraum der Bugenhagenkirche Foto: Heume

Burg-Intendantin verkündet ihre Pläne

Barmbek Eigentlich sollte am vergangenen Mittwoch mehr als „nur“ die 100. Sitzung des Stadtteilrats Barmbek-Süd gefeiert werden: Nachdem im März der Investor Manfred Vogler sein Konzept vorgestellt hatte, sah es so aus, als sei das Theater am Biedermannplatz für die nächsten fünf Jahre gerettet. Aber bis heute gibt es keine verbindliche Zusage seitens des Kirchenkreises. Vielmehr erhielt Intendantin Jennifer Rettenberger, die sich schon in der Vergangenheit von einem Dreimonatsvertrag zum nächsten gehangelt hatte, wieder nur eine Verlängerung für ein weiteres Jahr. Aber die erfahrene Theaterfrau, die seit mehr als 30 Jahren im Geschäft ist, lässt sich nicht so leicht unterkriegen. Sie hat bereits Pläne: Zur Langen Nacht der Theater am 10. September werde sie den Spielbetrieb wieder aufnehmen, verkündet sie. Einen Komponisten habe sie bereits gewinnen können. Ferner arbeite sie an einer Zusammenarbeit mit der Amateurtheatergruppe Spunck. Und dann ist da ja auch noch Katharina Kickinger, die als „Tanzfee“ seit September vergangenen Jahres in der Burg „residiert“ und Ballettunterricht anbietet. „Und vielleicht gibt es ja doch früher weißen Rauch, als wir denken“, ergänzte Frank Lundbeck vom Stadtteilrat. Gefeiert wurde dennoch bei der 100. Stadtteilratssitzung, die in der Bugenhagenkirche stattfand: Der eigentliche Sitzungsteil wurde bewusst kurz gehalten und war nach knapp einer Stunde in Rekordzeit abgearbeitet. Danach gab es ein buntes Programm als Kontrast zum trockenen Sitzungsalltag: Ebba Ekholm und Marion von Richly gaben Musicalmelodien der 1970-er Jahre zum Besten. Bei Hits von ABBA bis Udo Jürgens durfte mitgesungen und –geklatscht werden. Und darauf hatten die Teilnehmer anscheinend nur gewartet. Anschließend begeisterte eine Gruppe syrischer Flüchtlinge aus der Unterkunft am Holsteinischen Kamp mit einer eindrucksvollen musikalischen Performance. In dem Text, so erklärte hinterher ein Dolmetscher, bedankten sich die syrischen Künstler bei der deutschen Gesellschaft für die Aufnahme und bei den freiwilligen Helfern für ihr Engagement. Zum Abschluss bot Jennifer Rettenberger für alle Interessierten eine kleine Führung durch das Gebäude der Bugenhagenkirche an. Dabei konnten die Besucher den imposanten Gottesdienstraum des erst 1995 für sechs Millionen Mark kernsanierten Gebäudes bestaunen. Es bleibt zu hoffen, dass die Kirche auch in Zukunft als kulturelle Einrichtung erhalten wird. (ruh)
Anzeige
Anzeige
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.
Anzeige
Anzeige