Welches Los ziehen Sie im Alter?

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Pastorin Inge Dehne (62) bietet den Besuchern der Ausstellung Alterslose mit persönlichen Weisheitssprüchen anFotos: Sichting

Interaktive Ausstellung hilft, Ängste und Vorurteile gegen das Älterwerden zu überwinden

Von Mathias Sichting
Hamburg. In Würde Altern. Das wünscht sich jede Generation. Aber was genau bedeutet „in Würde Altern?“ Darüber will derzeit die interaktive Wanderausstellung „alters-los“ im Gemeindezentrum der Osterkirche in Bramfeld aufklären. Sie möchte bei Besuchern Ängste und Vorurteile nehmen: Welches Los kann man im Alter ziehen? Armut und Einsamkeit? Oder Geselligkeit und finanzielle Sicherheit? Wann bin ich alt und wie fühle ich mich dann? Aufwendig illustrierte Schautafeln beantworten diese und weitere Fragen ausführlich und unkompliziert. Netter Nebeneffekt: Man kommt mit anderen Besuchern ins Gespräch.
„Für uns als Gemeinde ist die Ausstellung ein Glücksgriff. Schon zur Eröffnung kamen knapp 60 Besucher und auch die nachfolgenden waren durchweg begeistert. So ein Projekt lässt uns alle, gerade im Alter, noch näher zusammenrücken“, so Pastorin Inge Dehne (62). „Besonders gut besucht ist das vielfältige Begleitprogramm. Hier haben wir verschiedene Themen des Alterns abgedeckt. Unser Tanzcafé hat viele Menschen - wortwörtlich - bewegt, der Gedächtnis-Parcours einige zum Nachdenken angeregt. Ich bin zuversichtlich, dass auch die anstehenden Veranstaltungen die Vielfalt der Altersbilder hervorheben.“ Bis zur Finissage am 8. Dezember können Gemeindemitglieder und Besucher noch diverse Veranstaltungs-Glanzlichter wahrnehmen, so zum Beispiel am 28. November: „Für einen Vortrag zum Thema Mobilität im Alter kommt Rainer Hauck vom Verkehrsclub mobil 60+ aus Berlin zu uns nach Bramfeld. Er stellt sein Projekt zwischen 15 und 17.30 Uhr vor“, empfiehlt Pastorin Dehne. Wer mehr Zeit mitbringt, kann sich selbst beteiligen. An einer Mitmachstation können Besucher zwischen ihrem wahren und gefühlten Alter unterscheiden, Lose mit anregenden Weisheitssprüchen ziehen und Selbsttests durchführen.
„Besonders schön finde ich unsere Tafel der Ahnen“, erzählt die Pastorin begeistert. „Für sie haben uns Besucher Fotos zur Verfügung gestellt. Die ältesten Bilder stammen aus der Kaiserzeit. Beeindruckend, wie jung die Alten damals wirkten und wie alt bereits die jungen Menschen aussahen.“

Bis 5. Dezember sind die Ausstellungsräume noch wochentags zwischen 13 und 17 Uhr in der Bramfelder Chaussee 202 geöffnet.
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