Weltmeisterin im Bankdrücken

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Oben: Hella Schuster – Weltmeisterin und Weltrekordhalterin aus Bramfeld. Ein sportliches Vorbild von dem man sich eine Scheibe abschneiden sollte. Fotos: Sobersko

Hella Schuster hält neuen Weltrekord

Bramfeld. Sie ist gerade aus Las Vegas zurück und leidet noch immer unter dem Jetlag. Aber wer glaubt, Hella Schuster sei ein zerbrechliches Pflänzchen, der täuscht sich gewaltig. Die fitte 77jährige Bramfelderin hat soeben in Amerika den Titel „Weltmeisterin im Bankdrücken“ abgeräumt. In Ihrer Altersklasse der Frauen 75 bis 79 Jahre, stemmte sie mal eben so eine 50 Kilo Hantel – auf dem Rücken liegend, auf der Bank eben, daher die Bezeichnung „Bankdrücken“. Aber für Hella Schuster ist die Freude etwas getrübt. Auf die Nachfrage, ob sie ein ehrgeiziger Typ sei, nickt sie lächelnd. Und wie kommt man mit 77 Jahren auf die Idee sich im Bankdrücken zu messen? Hella Schusters Geschichte hört sich zunächst an, wie viele andere: Der Sohn aus dem Haus, man sucht nach Beschäftigung. „Und jeden Tag um den See laufen wollte ich ja nun nicht“, sagt die sportliche Pensionärin.
Doch Hella Schuster geht nicht in einen Strickclub oder besorgt sich ein Theaterabo, nein, sie geht ins Sportstudio – das war im Jahre 2006. Der Besitzer wird auf sie aufmerksam und nachdem sie das erste mal 300 Kilogramm bei der Beinpresse geschafft hat, zeigt er ihr das Bankdrücken und trainiert sie. Vier Mal die Woche jeweils anderthalb bis zwei Stunden ist sie an den Geräten, auch heute noch. Es folgen verschiedene Meisterschaften in Deutschland, bis sie ihren Erfolg schließlich mit der Weltmeisterschaft am 6. November diesen Jahres in Las Vegas krönt. Ganz nebenbei holt sie sich damit auch noch den Weltrekord. (ts)
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