Wer sorgt hier für Sauberkeit?

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Rolf Danilow mitten im Ginsterfeld. Bald wird hier alles gelb leuchten. Die Signalfarbe für Bramfeld. Dass es im Feld etwas „wüst“ aussieht, ist normal. Foto: Sobersko

Bramfelder Umwelttag pflegt das Ginsterfeld

Von Tanja Sobersko
Bramfeld. Es sieht wüst aus, aber es hat System: Das Ginsterfeld neben der Osterkirche, an der Bramfelder Chaussee, befindet sich in der Obhut des Vereins Bramfelder Umwelttag.

Hervorgegangen ist der Verein aus dem ehemaligen Ortsausschuss. Mitglieder dieses Ausschusses waren automatisch Mitglieder vom Verein Umwelttag. „Auch der „Umwelttag“ selbst ist eine Bramfelder Erfindung“, erklärt Rolf Danilow, selbst Vereinsmitglied. Heute gibt es den Regionalausschuss, aber die Tradition der Zugehörigkeit zum Verein Umwelttag bleib. Dieser hat im Jahre 2008 besagtes Ginsterfeld in Bramfeld angelegt. Seither wird es mit freundlicher Unterstützung des Bezirksamtes Wandsbek gepflegt und als „Historisches Plätzchen“ in Bramfeld betrachtet. Mittlerweile ist es ein offenes Geheimnis, dass der Name „Bramfeld“ von einem ebensolchen Ginsterfeld kommt (Ginster=Bram). Dazu Rolf Danilow, Mitglied beim Bramfelder Umwelttag:“ Das „Bram-Feld“ hat historische Bedeutung für Bramfeld. Im Wappen kommt es ebenso vor wie im Namen. Wir wollten mit dem Ginsterfeld etwas zur Identifikation mit dem Stadtteil beitragen“. Doch wer pflegt das Feld, dass von außen ein ausgesprochen verwildert aussieht? Die Pflege teilen sich der Verein Bramfelder Umwelttag, der in regelmäßigen Abständen nach dem Rechten sieht und Unrat auf und rund um das Feld aufsammelt.
Darüber hinaus hilft regelmäßig eine Gartenbaufirma, die – wenn sie neuen Ginster pflanzt, oder abgestorbenen entfernt – das Feld „lichtet“ und von Unkraut befreit. Das letzte Mal geschehen Anfang des Jahres. Zurzeit sei es keine gute Idee, das Feld lichten zu wollen, denn der Ginster bereite sich auf die Blüte vor und da würde das nur stören. „Die Ginsterpflanze versorgt sich aus dem vorerst so naturbelassenen Boden“, erklärt Rolf Danilow. Einmal im Jahr allerdings, da wird der Ginster alles andere als in Ruhe gelassen. Im Spätsommer veranstaltet der Verein den Besenbindertag auf am Ginsterfeld. Ein professioneller Besenbinder ist dann vor Ort und zeigt großen und kleinen Interessenten wie man aus der gelb blühenden Pflanze tatsächlich ein Haushaltsgerät zum Kehren herstellen kann. In den letzten Jahren konnte man bei dieser beliebten Veranstaltung bis zu 60 Teilnehmer zählen. Zurzeit plant der Verein das Aufstellen einer Infotafel, um den Bramfeldern, aber auch den neugierigen Ortsfremden, zu erklären, wie aus einem Ginsterfeld „Bramfeld“ wurde. (sl)
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