„Wer spielen will, muss Laub sammeln“

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Michael Rummenigge, Geschäftsführer von Trendsport Rummenigge, schießt das erste Tor Foto: mt

Michael Rummenigge weiht Soccer Field ein

Barmbek. Gut Nachrichten für die Schüler der Stadtteilschule Humboldtstraße. Auf dem Schulhof wurde vergangene Woche ein „Soccer Field“ eingeweiht.
Das 23 x 11,5 Meter großen Fußballfeld wurde in den Sommerferien auf dem Schulhof aufgebaut. Die Kinder der Schule konnten das Kleinspielfeld mit Kunstrasen schon in den vergangenen Wochen testen. Nun wurde es von Michael Rummenigge, Geschäftsführer von „Trendsport Rummenigge“, eingeweiht. Der Sportgerätehersteller aus Münster und Bruder von Ex-Nationalspieler und Vorstandsvorsitzenden des FC Bayern München Karl-Heinz Rummenigge, vermarktet die kleinen Fußballfelder.
Rund 200 Kinder erwarteten den Fußballer, der bis Mitte der Neunziger Jahre viele Erfolge in der ersten Fußball-Bundesliga feierte. Groß war die Freude und das Geschrei als der 49-Jährige endlich das Kleinspielfeld freigab. „In meiner Kindheit haben wir immer auf der Straße gekickt. Vier gegen vier haben wir immer gespielt. Mit dem Soccer Field ist das heute viel einfacher. Durch den Kunstrasen verletzen sich die Kinder nur noch selten. So sieht Straßenfußball heute aus“, sagt Rummenigge.
Kay Tschanter, 37, unterrichtet Englisch und Theater an der Stadtteilschule Humboldtstraße. Tschanter hat sich lange für das Fußballfeld eingesetzt. „Vorher war der Schulhof nur eine traurige Asphaltwüste. Das Soccer Field passt hier gut hin.“ Im vergangenen Jahr machte Tschanter mit zwei Klassen eine Reise zur Hamburger Sportjugend nach Schönhagen. Die Sportstätte an der Ostsee hatte auch ein Soccer Field. Bent, 13, war dabei: „Wir haben jeden Tag Fußball gespielt. Als wir wieder abgefahren sind, haben wir uns alle ein solches Feld für unsere Schule gewünscht.“ Die stellvertretende Schulleiterin Maya Weberruß war von der Idee begeistert. Jedoch musste die 40.000 Euro teure Sportanlage noch finanziert werden. Das „Heinrich-Hertz-Forum“ der Heinrich-Hertz-Schule am Grasweg sammelte Spenden unter Eltern und privaten Unternehmen. „Unsere Kinder haben einen unbändigen Bewegungsdrang. Mit dem Soccer Field übernehmen die Schüler aber auch einige Pflichten,“ sagt Weberruß. „Wer spielen will, muss auch Laub sammeln, um den Kunstrasen zu schonen“, erklärt die stellvertretende Schulleiterin die Regeln. (mt)
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