Werden die Mietpreise steigen?

Anzeige
(von rechts) SPD-Fraktionsvorsitzender Andreas Dressel, die Wahlkreisabgeordneten Sylvia Wowretzko, Sven Tode und Ksenija Bekeris stellten sich den Fragen der anwesenden Bürger. Fotos: Lublow

Hohe Mieten und Luftverschmutzung bereiten Barmbekern Sorgen

Barmbek. Die Sommertour führte in der vergangenen Woche den SPD-Fraktionsvorsitzenden in der Hamburgischen Bürgerschaft, Andreas Dressel, nach Barmbek. Gemeinsam mit den drei Wahlkreisabgeordneten der SPD Ksenija Bekeris, Sven Tode und Sylvia Wowretzko besuchte Dressel am Nachmittag unter anderem die Zinnschmelze in Barmbek, um über den Stand des Anbaus und die Arbeit der Kulturstätte zu sprechen. „Die Zinnschmelze ist eine tolle Einrichtung. Wir konnten sehen, wie wichtig der Umbau ist“, sagte Dressel: „Jetzt geht es darum, dass die Behörden schnell arbeiten.“
Andreas Dressel, der in Volksdorf wohnt, nutzt die Sommertour, um politische Hausaufgaben mitzunehmen und sie ins Rathaus und in die Behörden zu tragen.
Am Abend stellten sich die SPD-Politiker dann im Gemeindesaal der St. Gabriel-Kirche am Hartzlohplatz den Fragen der etwa 20 anwesenden Anwohner. Dabei sollten vor allem die Themen „Kinder und Schulen, mehr Wohnungen, weniger Schulden“ im Vordergrund stehen. Doch was die meisten der Anwesenden bewegte, war die Wohnungs-Situation in Barmbek. „Es entstehen mehr Eigentums- statt Mietwohnungen, weshalb wir einen Verdrängungs-Wettbewerb und höhere Mieten befürchten“, merkte eine Barmbekerin an. Es werde, so Dressel, darauf geachtet, dass bei Wohnungsneubau ein Drittel Eigentum, ein Drittel sozialer Wohnraum und ein Drittel normaler Mietwohnraum entstehe.
„Damit wollen wir einen vernünftigen sozialen Mix erreichen. Erfreulicherweise wurde die Bauwilligkeit in Hamburg geweckt, das zeigen die Baugenehmigungszahlen“, so der SPD-Fraktionsvorsitzende. Einige Negativ-Beispiele für Bauherren, die ihre Versprechen bezüglich bezahlbarer Mieten nicht hielten, zum Beispiel am Wiesendamm, wurden genannt. „Mit dem Wohnraumschutzgesetz können wir den Wohnungseigentümern auf die Pelle rücken. Und wo es Förderungen für sozialen Wohnraum gibt, wird sehr genau darauf geachtet, dass alles eingehalten wird“, erklärte Dressel. Die negativen Bau-Projekte hätten auf jeden Fall dazu geführt, dass das Bezirksamt jetzt dementsprechende Verträge abschließe.
Aber auch Umwelt-Themen wurden angesprochen, wie zum Beispiel das Problem mit den vielen Groß-Schiffen, die täglich nach Hamburg kommen und die Luft verpesten.
„Das Thema haben wir auf dem Zettel und arbeiten mit Hochdruck an einer Lösung“, konnte Dressel versprechen. Andere Bürger wiederum beschäftigte die Frage nach den Auswirkungen der Energiewende auf die Mietpreise. Dressel versprach, dass die Energiewende so sozial wie möglich umgesetzt werde. Ein anderer Bürger wies daraufhin, dass neben dem Wohnungsbau auch die Grünflächen nicht vernachlässigt werden dürfen.
„Die Veranstaltung war interessant. Es hätte manchmal etwas genauere Antworten geben können, aber das ist sicher nicht so einfach“, resümierte Helge Kuhlmann aus Barmbek.
Viele Fragen und nicht immer konkrete Antworten – doch Andreas Dressel versprach, die Themen, zu denen er keine klaren Angaben machen konnte, mit ins Rathaus zu nehmen. (sl)
Anzeige
Anzeige
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.
Anzeige
Anzeige