Wie man sich bettet . . .

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Oben: Mausoleum des Ölmagnaten Wilhelm Anton Riedemann. Foto: Krause

Mausoleen auf dem Friedhof Ohlsdorf

Ohlsdorf. Der Satz „Wie man sich bettet, so liegt man auch“ ist ein in vielen Sprachen verbreitetes Sprichwort.
Das gilt natürlich auch für die ‚letzte Wohnung‘ und ihre Ausstattung. Wer es sich leisten konnte, traf früher zu Lebzeiten Vorsorge. Schon ab 2.700 vor Christie erbauten sich die Pharaonen Pyramiden.
Auch die Engelsburg in Rom, 130 nach Christi von Kaiser Hadrian als Mausoleum errichtet, diente ihm und einigen Nachfolgern als ‚letzte‘ Wohnung.
An die Wand seines ‚Schlafzimmers‘ dort ließ der Kaiser pessimistisch schreiben:
Kleine Seele, schweifende, zärtliche, Gast und Gefährtin des Leibes, Wohin wirst du nun entschwinden? An Orte, die bleich sind, starr und düster, Und du wirst nicht mehr wie gewohnt scherzen.
Auch auf dem Friedhof Ohlsdorf finden sich Mausoleen. Hanseatischem Understatement entsprechend zwar nicht so augenfällig wie die Grabstätte Hadrians, aber das Mausoleum der Ölmagnaten Wilhelm Anton Riedemann kann es durchaus mit einer mittleren Dorfkirche aufnehmen. Mausoleen haben eines gemeinsam – ihr Unterhalt ist auf Dauer teuer. Auch deshalb kamen sie aus der Mode.
Dennoch hat Ohlsdorf auch einen Neubau aufzuweisen. Der Starfotograf F. C. Gundlach hat ihn für sich errichten lassen. (fjk)

Sonntag,14. Oktober, 10.30 Uhr Führung zu Mausoleen und Kapellen durch den Förderkreis Ohlsdorfer Friedhof. Kostenbeitrag von
4 Euro erbeten. Start an der Rückseite Verwaltungsbaus.
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